Wer denkt, er müsse keine Maske tragen, handelt ignorant – und gefährdet andere. Scheinen trotzdem immer mehr Menschen zu machen. Weil sie für ihre Dummheit natürlich nicht blechen wollen, drucken sie sich Atteste aus dem Internet aus, die sie angeblich von der Maskenpflicht befreien. Doch so einfach funktioniert es nicht.

Die Bundespolizei weist jetzt darauf hin, dass ein selbstausgefülltes Attest aus dem Internet nicht von der Pflicht befreit, an Bahnhöfen und in Bussen und Bahnen eine Maske zu tragen. Richtig gehört: Im Netz geistern Online-Formulare herum, die Menschen angeblich attestieren, ohne Maske herumlaufen zu dürfen. Immer wieder legten Menschen bei Verstößen im öffentlichen Raum genau diese Online-Atteste vor, die sie angeblich von der Pflicht befreiten, einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen, teilte die Bundespolizeiinspektion Münster am Donnerstag mit.

Verkehr in der Berliner S-Bahn (Symbolbild)

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Ein Arzt hatte das Fake-Attest gegen die Maskenpflicht

auf seine Website gestellt

Ein Arzt habe das Blanko-Attest auf seiner Homepage angeboten, Nutzer*innen hätten ihm zufolge nur ihren Namen und ihre Adresse eintragen müssen. Dem widerspricht die Polizei: Mit dem Gebrauch unrichtiger Gesundheitszeugnisse mache man sich strafbar. Dazu komme eine Anzeige, da Mund und Nase nicht bedeckt seien.

Diese unterscheiden sich aktuell noch von Bundesland zu Bundesland und können bei 50 bis 500 Euro liegen. Die Länder wollen aber angesichts der wieder gestiegenen Zahl der Corona-Neuinfektionen einheitliche Bußgelder für Maskenverweigerer in Bussen und Bahnen prüfen.

[Text: Zusammen mit dpa]

  • Quelle:
  • Noizz.de