Sie glaubten, dass die Menschheit gut sei.

Sie brachen aus ihrem Alltag aus, um die Welt kennenzulernen. Dazu radelten die US-Amerikaner Lauren Geoghegan und ihr Freund Jay Austin, beide 29 Jahre alt, um den Globus und hielten ihre Erlebnisse auf ihrem Blog und auf Instagram fest. Doch ihre Reise fand ein tragisches Ende.

„Man guckt die Nachrichten und liest die Zeitung und man fängt an zu glauben, dass die Welt ein großer, gruseliger Ort ist“, schrieb Jay noch in einem Blog-Beitrag.

„Das glaube ich nicht. ‚Böse‘ ist ein ausgedachtes Konzept, das erfunden wurde, um mit der Komplexität anderer Menschen klar zu kommen, die andere Werte, Glauben und Perspektiven haben als man selbst. (...) Im Großen und Ganzen sind Menschen gut. Manchmal etwas selbstbezogen und kurzsichtig, aber gut. Großzügig und wundervoll und gut.“

Doch leider stellte sich heraus, dass es bei all dem Guten in der Welt immer noch das Schlechte gibt. Denn nach über einem Jahre Trip um Welt erreichte das Paar Tadschikistan – und wurde dort vom IS überfallen und umgebracht.

Laut „CBS News“ waren sie mit zwei anderen Radler unterwegs, als sie plötzlich von einem Fahrzeug gerammt wurden. Fünf Männer sprangen daraufhin aus dem Auto und griffen die Reisenden mit Messern an – alle vier starben.

Bevor sie nach Tadschikistan kamen, waren Lauren und Jay mit ihren Fahrrädern bereits über den afrikanischen Kontinent geradelt und hatten Europa durchquert. Nun befanden sie sich auf dem Weg durch Asien gen Osten.

Im letzten Blogbeitrag vom 11. Juli schildert Jay noch die Reise des Paares durch Kirgisistan, seitdem gab es keine neuen Einträge mehr.

In einem Statement der Eltern von Lauren Geoghegan gegenüber „CBS News“ erzählten sie über Lauren: „Das jahrelange Fahrrad-Abenteuer, das Lauren und ihr Partner genossen, war typisch für ihre enthustiastische Art die Möglichkeiten, die das Leben bietet, anzunehmen, für ihre Offenheit neue Menschen und Orte kennenzulernen und für ihre Streben danach, die Welt besser zu verstehen.“

Quelle: Noizz.de