Zbigniew Ziobro findet, Homophobie sei ein Grundrecht aller Christen.

Homophobe News von unseren Nachbarn aus dem Osten: Bei IKEA Polen wurde kürzlich ein christlicher Mitarbeiter entlassen, weil er sich homophob geäußert hatte. Er soll laut "queer.de" ein offizielles Schreiben für Diversity des Unternehmens kritisiert haben, das die Gleichbehandlung von geschlechtlichen Minderheiten bei IKEA als Voraussetzung für alle Angestellten kommuniziert.

Die Kritik sah so aus, dass der nun ehemalige Mitarbeiter Stellen aus der Bibel zitierte, in denen sich Homosexuelle einer "Blutschuld" zukommen lassen würden und sterben müssten.

Für IKEA ein No-Go, der Mitarbeiter musste gehen

Nun hat der polnische Justizminister und Generalstaatsanwalt Zbigniew Ziobro sich eingeschaltet und ein Ermittlungsverfahren gegen IKEA gefordert, da er den christlichen Mitarbeiter diskriminiert sieht. Ziobro selbst ist Mitglied der rechten PiS-Partein, die von Jaroslaw Kaczynski angeführt wird. Diesen betitelt "queer.de" als "Homo-Hasser". Nicht unwahrscheinlich also, dass Ziobro in genau dieselbe Sparte schlägt.

Zbigniew Ziobro Foto: dpa picture

Denn Ziobro behauptet nun, IKEA würde gegen ein Gesetz verstoßen, das die Diskriminierung aus religiösen Gründen verbietet. IKEAs Richtlinien seien "inakzeptabel" und "skandalös".

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Polen hat seit einigen Jahren ein Problem mit rechten Politikern. So bezeichnete Ziobros Partei-Kollege Marcin Romanovsky alle Homosexuellen als Bedrohung für die Existenz seines Landes. Weiter scheint Polen sich ein Vorbild an Russland zu nehmen. Präsident Andrzej Duda forderte ein Verbot der "Propaganda" von Homosexuellen.

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Quelle: NOIZZ-Redaktion