Wahrheiten sind beim US-Präsidenten ja so eine Sache.

Die Skandale um US-Präsident Donald Trump nehmen weiter zu. Egal ob die Russland-Ermittlungen bezüglich seines Wahlkampfs, diplomatische Aussagen zu „Drecksloch-Ländern“, oder einer seiner zahlreichen kleinen Fauxpas während Staatsempfängen – die politische Landschaft der Vereinigten Staaten muss einiges aushalten. So wie auch den Skandal um Stormy Daniels.

Ein Plot wie aus einer Serie

Der Pornostar wirft dem US-Präsidenten vor, ihr während des Wahlkampfs 130.000 US-Dollar Schweigegeld bezahlt zu haben – damit sie nicht öffentlich erklärt, im Jahr 2006 Sex mit Trump gehabt zu haben. Deswegen verklagt die 39-Jährige Trumps damaligen Anwalt Michael Cohen. Die Affäre soll kurz nach der Geburt von Trumps Sohn Barren passiert sein. Der Präsident bestreitet das vehement.

Aber der eigentliche Grund, weswegen sich alle aufregen, ist ein anderer: Wäre das Geld aus Trumps Wahlkampagnen-Kasse gekommen, läge die Vermutung nahe, dass man Stormy Daniels daran hindern wollte, die Kampagne zu beschädigen. Auf gut Deutsch, es wäre Bestechung und damit illegal.

Trumps damaliger Anwalt Cohen, hat im Februar erklärt, dass er das Geld persönlich aus eigener Tasche gezahlt hat. Damit wollte Cohen bestätigen, dass kein für Trumps politische Wahlkampagne bestimmtes Geld oder Trumps privat erwirtschaftetes Geld als mögliche Bestechungssumme genutzt wurde.

Doch nun scheint sich das Blatt gegen Trump zu wenden

Doch der neue Anwalt des US-Präsidenten, Rudy Giuliani, hat nun im US-Fernsehen genauere Einzelheiten zur Geldtransaktion erklärt. Im Fernsehen bestätigte der Anwalt, dass Trump die komplette Summe in Monatsraten an Cohen zurückgezahlt hat. Jedoch soll das Geld nicht aus der Wahlkampfkasse stammen, sprich kein Verstoß gegen Kampagnenfinanzierungsgesetze. Trump soll von der Aktion gewusst haben, aber nicht die genauen Details. Ob Giuliani sich verplappert hat, oder die Aussage ein kalkulierter Schachzug war, wird sich wohl in den nächsten Wochen herausstellen.

An Trumps Wahrhaftigkeit zweifelt man natürlich nicht zum ersten Mal – erst vor kurzem kam raus, dass der US-Präsident seinem ehemaligen Leibarzt Harold Bornstein diktiert hat, was auf seinem eigenen Gesundheitszeugnis zu stehen hat. Unter anderem steht in dem Zeugnis, die körperliche Stärke und Ausdauer des 71-Jährigen seien „außergewöhnlich“. Der Mediziner beschuldigt nun einen langjährigen Bodyguard des Präsidenten, seine Praxis nach Trumps Patientenakten durchsucht und diese anschließend mitgenommen zu haben.

Die bisherigen Reaktionen

Stormy Daniels’ Anwalt zeigte sich geschockt. Auf Twitter erklärte er, dass solch eine Lügen-Politik in Amerika niemals durchgehen dürfe: „Wir werden nicht aufhören, bis Gerechtigkeit eintritt“.

Daniels, die mit bürgerlichem Namen Stephanie Clifford heißt, hat sich bis jetzt (Donnerstagmittag) nicht geäußert. Das Gerichtsverfahren gegen Michael Cohen läuft aber weiter an.

Quelle: Noizz.de