Die Schulleiterin aus Washington DC erklärt nun den Vorfall.

In der Grundschule LaFayee bei Washington DC, USA, sollten sich Fünftklässler mit dem Bürgerkrieg und dessen Wiederaufbau auseinandersetzen. Die Schüler bekamen dazu einen Artikel mit dem Titel "A Nation Divided" und sollten dazu in kleinen Gruppen einen Vortrag halten – entweder in Form eines Podcasts, einer Lesung, oder einem kleinen Theaterstück. Das Problem: Einige schwarze Kinder wurden von ihren MitschülerInnen gebeten, für ein Theaterstück in die Rolle der Sklaven zu schlüpfen. Laut Angaben von "CNN" haben sich dabei einige FünfklässlerInnen unwohl gefühlt.

Man sollte meinen, Kinder müssen erst einmal von ihren LehrerInnen pädagogisch erklärt bekommen, was genau während des Bürgerkrieges in der USA passiert ist und was für eine Rolle damals die Sklaverei gespielt hat. Viele sind sicher zu jung, um die enormen Auswirkungen von Diskriminierung zu verstehen, die leider bis heute eine Rolle spielt und anhält.

Stattdessen wollte die Grundschule wohl, dass sich die Kinder damit selbst auseinandersetzen. Es sollte eine Lektion sein, wie nun Schulleiterin Carrie Broquard erklärt. Sie schreibt in einem Brief an die Familien der fünften Klasse einsichtig, dass die Aufgabe ein Fehler gewesen sei. Sie meinte, dass die Schüler "nicht damit beauftragt werden sollten, verschiedene Perspektiven der Versklavung und des Krieges zu spielen oder darzustellen". Sie sollten sich in Form eines Vortrags wohl nur damit auseinandersetzen und versuchen, es selbst zu verstehen.

Nach Angaben von Broquard gegenüber "CNN" wird die "Lektion" in Zukunft nicht mehr an der Schule angeboten. Der "District of Columbia Public Schoos", der für das öffentliche Schulsystem von Washington DC verantwortlich ist, bezeichneten den Unterricht als unangemessen – erklärt jedoch, dass die Schule auf ihr Fehlverhalten richtig reagiert habe. Dennoch: Die Lektion habe den Kindern nicht geholfen, sondern geschadet, heißt es in einer Erklärung gegenüber "CNN".

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Quelle: Noizz.de