Sie Aktivistin war zwei Wochen mit ihrem Segelboot unterwegs.

Zwei Wochen auf offener See haben ein Ende: Wenn sie der Wind nicht im Stich lässt, dürfte Greta Thunberg noch heute (Mittwoch) in New York einfahren. Sie verzichtet auf Flugreisen, weil auf diesen besonders viele klimaschädliche Treibhausgase ausgestoßen werden. Deshalb entschied sie sich dazu, den Weg über den Atlantik per Hochsee-Segeljacht auf sich zu nehmen.

Die 16-Jährige ist jetzt schon eine Ikone und erinnert ein bisschen an die Romanheldin Momo, die im Alleingang gegen die kapitalistische Welt in den Kampf zieht. Gretas eigene Geschichte beginnt jedenfalls auch schon wie eine erstklassige Geschichte: Als junge Teenagerin reist sie in ihrem Segel-Boot über die Weltmeere, um Menschen in Anzügen zu erklären, wie man den Planeten rettet.

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"Home Sweet Home seit 14 Tagen. Bald letzten Abend an Bord der 'Malizia 2'. Morgen erreichen wir New York", twitterte sie am Dienstagabend (Ortszeit) und postete ein Bild von sich selbst im beengten Schiffsinneren.

Auf der anderen Seite des Ozeans will Thunberg ihren Kampf gegen die Klimakrise auf eine neue Ebene heben. Und das dürfte in den USA zu einer echten Aufgabe werden: In dem Land der kohlefreundlichen Regierung von Präsident Donald Trump ist sie weniger bekannt als in Europa, wo sie mittlerweile Abertausende Anhänger und in vielen Gesellschaftsschichten zu einem Umdenken beim Klima beigetragen hat.

Die USA zählen zu den Ländern, die weltweit das meiste CO2 ausstoßen, Trump hat das Land aus dem Pariser Klimaabkommen zurückgezogen – auf Thunberg wartet somit eine Menge Arbeit in Übersee. Nach ihrer Ankunft sind jedoch zunächst einige Tage Ruhe angedacht. Im Anschluss warten dann neben dem Jugend-Klimagipfel der Vereinten Nationen am 21. September und dem UN-Klimagipfel der Staats- und Regierungschefs zwei Tage später auch eine Reihe großer Klimaproteste auf sie. Außerdem will sie andere Aktivisten, Entscheidungsträger und Betroffene des Klimawandels treffen. Im Dezember will sie dann an der Weltklimakonferenz im südamerikanischen Chile teilnehmen. Für all das hat die Schwedin ein Jahr Auszeit von der Schule genommen.

Hoffen wir auf ein Happy End für Gretas Reise – und die ganze Welt.

[In Zusammenarbeit mit dpa]

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Quelle: Noizz.de