In einem Interview verrät die Klima-Aktivistin, was sie in den USA stattdessen machen will.

"Wenn er nicht bereit ist, der Wissenschaft und Experten zuzuhören, wie soll ich ihn dann überzeugen? Wie soll irgendjemandem von unserer Bewegung das gelingen?", sagte die junge Schwedin dem öffentlich-rechtlichen Schweizer Sender RTS in einem Interview, das im Wortlaut am Donnerstag vom Sender online veröffentlicht wurde.

"Ich würde also meine Zeit nicht mit einem Treffen mit Donald Trump verschwenden", so Thunberg auf die Frage, was sie Trump bei einem Treffen sagen würde. Stattdessen werde sie bei ihrer Reise versuchen, die Bevölkerung zu überzeugen, mehr Druck auf den US-Präsidenten zu machen.

Greta Thunberg nimmt mit anderen Aktivisten an einem Klimagipfel an der Uni Lausanne statt Foto: dpa picture

Die 16 Jahre alte Aktivistin will per Hochseejacht den Atlantik überqueren und dann in die USA und nach Chile reisen. In New York will sie am Klimagipfel der Vereinten Nationen teilnehmen. Zunächst reiste Thunberg aber nach Lausanne in der Schweiz und nahm dort in den vergangenen Tagen an einer internationalen Konferenz der Klimaschutzbewegung Fridays for Future teil.

Thunberg ließ Journalisten aus dem Saal werfen

Der Kongress in Lausanne trägt den Namen "Smile for Future". Der Klimagipfel findet an der Uni Lausanne statt. In den letzten Tagen machten Meldungen über eine angespannte Stimmung unter den Teilnehmern die Runde. Am Mittwoch war es im Rahmen des Treffens zu Weinkrämpfen und teils heftigen Streitereien gekommen, berichteten Medien übereinstimmend.

Am Freitagmorgen ließ Greta Thunberg persönlich anwesende Journalisten aus dem Saal werfen. Zuletzt war die Stimmung auf dem Gipfel laut Medienberichten angespannt gewesen. Thunberg ließ die Journalisten aus dem Saal entfernen, "weil sie es sonst darstellen, als hätten wir Streit."

Die Presse, darunter die "BLICK"-Journalistin Fabienne Kinzelmann und der Schweiz-Korrespondent der ARD Wolfgang Wanner, verließen unter Protest den Saal. Nur wenige Minuten später wurden die Reporter jedoch in den Saal zurückgebeten. Der Grund für den einstweiligen Rausschmiss laut Mit-Organisator Kelmy Martinez (21): "Wir sind auch nur Menschen und brauchen manchmal Privatsphäre. Als Bewegung bemühen wir uns aber, so transparent wie möglich zu sein."

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Quelle: Noizz.de