Die Klimakrise ist ernst: Entweder die Menschheit schafft eine Erderwärmung unter zwei Grad oder es kommt zu derart gewaltigen ökologischen Umbrüchen, dass die Zukunft der gesamten Menschheit auf dem Spiel steht. Damit genau das nicht passiert, gibt es das Pariser Klimaschutzabkommen. Der CDU ist das egal: Sie wickelt neue Deals mit der Kohleindustrie ab und scheißt auf alles. Greenpeace kritisiert das Kohle-Abkommen heute mit einer Aktion und hat die Parteizentrale der CDU mit riesigem, schwarzem Stoff behangen.

Greenpeace-Aktivist*innen sind bei einer Protestaktion gegen das geplante Kohleausstiegsgesetz der Bundesregierung auf das Dach der CDU-Parteizentrale in Berlin geklettert und haben das Gebäude mit schwarzem Stoff verhüllt. "Hier müssen sie uns zuhören", kommentierte eine Sprecherin in einem Video, das Greenpeace am frühen Mittwochmorgen etwa auf Twitter teilte. Zu sehen waren Demonstranten, die ein Transparent auf dem Dach des Konrad-Adenauer-Hauses entrollten. Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) und dessen Partei warfen die Aktivisten vor, Wissenschaftlern sowie der Kohlekommission nicht zuzuhören.

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Das besagte Twitter-Video: Über 40 Umweltschutz-Aktivist*innen von Greenpeace besteigen die CDU-Parteizentrale.

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Das ist die Kritik von Greenpeace

Wenig später hochgeladen: Ein Clip, in dem sie ihre Kritik formulieren: verspäteter Ausstieg, Fördermittel in Höhe von Milliarden für die Kohleindustrie, kein Übereinkommen mit dem Pariser Klimaschutzabkommen, und die kommende Zerstörung von deutschen Dörfern, um dort weiter Kohle abbauen zu können. Ihre Forderung: der Ausstieg aus der Kohleindustrie bis 2030 unter Einhaltung des Pariser Klimaschutzabkommens.

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Mittlerweile haben die Aktivist*innen von Greenpeace das gesamte Gebäude mit einem riesigen, schwarzen Stoff behangen, der die Kohle und die dunklen Geschäfte der CDU symbolisieren soll.

Kohleausstieg der CDU

Das geplante Kohleausstiegsgesetz der Bundesregierung sei eine "Farce", kommentierte die Greenpeace-Sprecherin. "Unser aller Geld soll verwendet werden, um für die Schäden aufzukommen, die die Kohleindustrie verursacht hat." Die Polizei bestätigte einen Einsatz.

Deutschland soll bis 2038 schrittweise aus der klimaschädlichen Kohleverstromung aussteigen. Ursprünglich geplant war allerdings eigentlich 2030. Zentrale Gesetze zum Kohleausstieg sollen am Freitag von Bundestag und Bundesrat beschlossen werden und damit noch vor der parlamentarischen Sommerpause.

[Text zusammen mit: dpa]

  • Quelle:
  • Noizz.de