Uns ist die Kinnlade runtergeklappt.

Drohnen sind verdammt nochmal eine geile Sache. Das wissen wir spätestens, seit sich Erfolgs-YouTuber Casey Neistat selbst zum wohl größten Drohnen-Fan weltweit auserkoren hat. Der Wahl-New Yorker beglückt seine zehn Millionen Follower mittlerweile regelmäßig mit Von-oben-Aufnahmen des Big Apples.

Mit den immer ausgefeilteren Flug-Gadgets lassen sich aber nicht nur spektakuläre Vlog-Sequenzen drehen. Dokumentarfotograf Johnny Miller zeigt uns mit seinen Drohnen-Pics jetzt, wie erstaunlich nah beieinander Reichtum und Armut liegen können.

„Unterschiede in der Art, wie Menschen leben, sind vom Boden aus oft schwer zu erkennen”, heißt es auf der Facebook-Seite seines Projekts Unequal Scenes. Das Schöne am Fliegen sei es, Dinge aus einer neuen Perspektive zu sehen – Dinge so zu sehen, wie sie wirklich sind.

Recht hat er. Die Aufnahmen, die unter anderem in Mumbai, Nairobi, den USA und Tanzania entstanden, zeigen Welten, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten. Orte, von denen man annehmen würde, sie lägen weit voneinander entfernt.

Bei einem Drohnenflug über Durban, Südafrika entdeckte Johnny einen Golfplatz wie aus dem Bilderbuch. Grüner, saftiger Rasen – perfekt getrimmt. Hier zelebriert definitiv die Upperclass ihren Abschlag. Direkt nebenan, hinter einem Betonzaun: eine Blechhüttensiedlung. Ein typisches Township. Wer hier wohnt, wird wohl niemals seine Platzreife machen – geschweige denn danach streben.

Das Ziel des Fotografen aus Cape Town: Er wolle dazu beitragen, eine visuelle Aufzeichnung extremer Ungleichheit zu erstellen, um Gespräche zu provozieren, den Dialog zu fördern und das Tempo der Veränderung für die Gleichheit aller Gruppen von Menschen zu beschleunigen.

Quelle: Noizz.de