Dieser Gesetzesentwurf aus Pennsylvania ist ein ganz neues Level an Ignoranz.

Abtreibungsgegner in Pennsylvania haben sich zusammengetan und den Gesetzesentwurf "Pennsylvania Final Disposition of Fetal Remains Act" hervorgebracht, der noch absurder ist, als alles, was wir in dieser Debatte bisher gehört haben. Demnach müssten selbst "fötale Überreste" – als Folgen von Abtreibungen und Fehlgeburten – eine Beerdigung und dementsprechend eine Todesurkunde erhalten, wie "Insider" berichtet.

Damit ignorieren die konservativen Abgeordneten hinter dem Entwurf die offizielle Definition einer Schwangerschaft, nach amerikanischem Recht. Erst wenn sich eine befruchtete Eizelle in der Gebärmutter eingenistet hat, spricht man von einer Schwangerschaft.

"Fötale Überreste" sind aber zum Beispiel auch Eizellen, die zwar befruchtet wurden, aber sich nicht in der Gebärmutter einnisten und damit zu keinem Embryo heranwachsen. Das passiert in der Hälfte aller Fälle mit befruchteten Eizellen, die dann bei der Menstruation aus dem Körper gespült werden.

Medizinisch ist die Formulierung in dem vorgeschlagenen Gesetz deshalb äußert problematisch, denn weder Frauen, noch Frauenärzte können solche Eizellen überhaupt feststellen. Und es handelt sich dabei auch nicht um eine Fehlgeburt beziehungsweise Abtreibung und auch nicht um den "Tod" eines Kindes, wie es die Abtreibungsgegner mit ihrer Regelung suggerieren.

Sollte der Entwurf zum Gesetz werden, könnten bei Verstößen Geldstrafen bis zu 300 US-Dollar und Haftstrafen bis zu 30 Tagen verhängt werden.

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Quelle: Noizz.de