Wie absurd ist das denn?

Eigentlich war der Backlash ja zu erwarten: 100 prominente Französinnen haben in einem Artikeldie #MeToo-Debatte kritisiert! Sie finden, dass Männer dadurch unter Generalverdacht gestellt und Frauen per se zu Opfern gemacht werden. Zwar sagen sie deutlich, dass Vergewaltigung ein Verbrechen ist. Aber das durch #MeToo herrschende "Klima einer totalitären Gesellschaft" spiele den Feinden der sexuellen Freiheit in die Hände. Gemeint sind damit Religiösen Extremisten – die Burka lässt grüßen!

Die Frauen fordern sogar die "Freiheit lästig sein zu dürfen". Das sei für die "sexuelle Freiheit unerlässlich".  Geht’s eigentlich noch?

Hier wird offensichtlich missverstanden, dass es bei #MeToo nicht um Sex oder Flirten geht, sondern um Sexismus, sexuelle Gewalt und vor allem Machtmissbrauch!

Absurderweise werden mit ihrem Schreiben die Männer plötzlich zu Opfern, während den Frauen Prüderie vorgeworfen wird. Natürlich sollte #MeToo nicht in eine Hetzjagd ausarten und Männer pauschal verurteilt werden. Aber hier wird klar vorsätzlich Gewalt mit spielerischer Verführung vermengt und unter dem Deckmantel einer angeblichen "sexuellen Freiheit" verteidigt.

Wie paradox ist das denn? Entweder, du machst den Spaß nicht mehr mit, wie die #MeToo-Frauen, und giltst als verklemmt. Oder du lächelst über die Belästigung hinweg und schweigst. Frau sein verpflichtet. Und wer darauf keinen Bock hat, der soll halt die Bluse einfach zumachen – selbst Schuld, wenn du missverständliche Signale sendest.

"Wo Sexualität aufhört und sexuelle Belästigung anfängt, das muss jeder selbst entscheiden", heißt es in  einem Beitrag auf welt.de. Falsch! Denn wer das zwischen Chef und Angestellter entscheidet, liegt wohl auf der Hand. Womit wir wieder bei Macht wären. Macht bedeutet auch zu hinterfragen, warum diesen Frauen in ihrer absurden Agenda zugehört wird: Weil sie privilegiert sind, reich und vor allem weiß.

Stellt euch mal vor, schwarze oder muslimische Frauen hätten öffentlich ein Recht für mehr Aufdringlichkeit gefordert und das als Errungenschaft ihrer Kultur deklariert. Marine Le Pen wäre vor Schnappatmung wahrscheinlich schon in Ohnmacht gefallen!

Leider macht dieses Schreiben mal wieder eines deutlich: Auch Frauen können frauenfeindlich sein. Wann hören wir endlich auf uns gegeneinander auszuspielen und erkennen, dass von einer gleichberechtigten Gesellschaft alle profitieren? Sowohl Männer als auch Frauen.

Quelle: Noizz.de