Der Gehörlosen-Bund feiert das.

Seit 25 Jahren fordert der Deutsche Gehörlosen-Bund, dass Gebärdensprache auch in Schulen unterrichtet wird.

Nun ist es in Hessen und Hamburg endlich soweit: Die hessische Landesregierung stimmte gerade dafür, Gebärdensprache als Wahlfach einzuführen. Angeboten werden soll der Unterricht nach Plänen der Landesregierung an allen allgemeinbildenden Schulen in Hessen. Auch in Hamburg gibt es bereits an einigen Schulen Gebärdenssprachenunterricht.

Auch Berlin und Brandenburg haben sich bereits die Gebärdensprache in ihren Rahmenlehrplan für das Schuljahr 2012/2013 geschrieben. Ab der 1. Klasse kann dort das Fach angewählt werden.

Seit dem Jahr 2002 wird die Gebärdensprache in Deutschland rechtlich als eigenständige Sprache anerkannt. Für viele Schwerhörige und Gehörlose ist es die Muttersprache. Insgesamt verwenden etwa 200.000 Menschen in Deutschland immer oder hauptsächlich Gebärdensprache, um zu kommunizieren.

„Das Erlernen und Beherrschen der Deutschen Gebärdensprache ist für eine Vielzahl von Menschen, nicht nur für Gehörlose und Hörbehinderte, eine Chance und stärkt das gesellschaftliche Miteinander und Verständnis”, schreibt der Deutsche Gehörlosen-Bund auf seiner Facebookseite.

Außerdem würde es dabei helfen, Vorurteile und Unsicherheit gegenüber Menschen mit Hörbehinderungen abzubauen.

„Das ist auch ein wesentlicher Schritt zur Umsetzung von Inklusion”, hieß es dazu auf der Seite.

Daniel Büter vom Deutschen Gehörlosen-Bund sagte NOIZZ: „Wir würden sehr begrüßen, wenn andere Bundesländer so schnell wie möglich nachziehen würden.”

Quelle: Noizz.de