Gerade ein paar Wochen alt und schon auf Wahlplakaten ...

Die AfD provoziert gerne. Gerade sorgt Parteichefin Frauke Petry mit ihrem neuesten Wahlplakat für Diskussionen. Darauf zu sehen ist die 42-Jährige mit ihrem zwei Monate alten Sohn Ferdinand:

Im Internet gibt es viel Häme für Petry.

Darf man das? Nein, findet dieser Twitter-User und meint: „Das arme Kind!“

Auch „Die Partei“ macht sich übers Petry-Plakat lustig: „Und was ist Ihr Grund, ein Baby in der Hand zu halten?“, lautet der spöttische Text.

Comedian Ingmar Stadelmann reagiert mit Sarkasmus auf Petrys „Wahlkampfbaby“.

Shahak Shapira montiert den Kopf von AfD-Spitzenkandidat Alexander Gauland auf den Babykörper und spottet über Ferdinands Ähnlichkeiten zu Frauke Petry und ihrem Ehemann Markus Pretzell.

Doch auch, wenn Frauke Petry mit der Zurschaustellung ihres Babys eine Grenze überschreiten mag – die eigenen Kinder im Wahlkampf einzusetzen, ist kein neues Phänomen.

Schon in den Anfängen der AfD setzte Parteimitgründer Bernd Lucke auf seine Kinderschar: Bei vielen seiner Auftritte waren seine Ehefrau Dorothea und die fünf Kinder dabei. Kommt beim Publikum halt gut an – und unterstützt ganz nebenbei die konservative AfD-Ansicht einer perfekten Familie: Vater, Mutter, Kind(er).

Was uns in Deutschland komisch und wie ein zu großer Einblick ins Privatleben von Politikern vorkommt, ist in den USA fast Alltag. Ex-Präsident Barack Obama hatte seine Frau Michelle und die zwei Töchter Sasha und Malia bei vielen Wahlkampfauftritten dabei.

Ex-US-Präsident Obama mit seiner Ehefrau Michelle und den beiden Töchtern Foto: Pete Souza / dpa

Genauso sein Nachfolger Donald Trump. Sohn Barron war im Wahlkampf oft dabei – auch wenn er sich bei der Siegesrede seines berühmten Vaters fast nicht wachhalten konnte.

Quelle: Noizz.de