Weder technischer Defekt, noch geplanter Abschuss.

Im Iran ist am 8. Januar 2020 ein Ukrainisches Passagierflugzeug kurz nach dem Start in Teheran abgestürzt. Der Flug mit der Nummer PS752 sollte nach Kiew gehen und transportierte über 170 Menschen, darunter einige Deutsche. Bereits kurz nach dem Start kam es zum tragischen Unglück und die Boing 737 raste mit sämtlichen Passagieren in den Tod.

Als Grund für den Absturz gab der Iran technische Defekte in der Maschine an. Diese Erklärung will bislang niemand glauben. Nach internationalen Einschätzungen kommt ein geplanter Abschuss durch iranische Raketen aber auch nicht infrage. Das ist der Stand der Dinge:

Trump und der Iran

US-Präsident Donald Trump hatte den Iran Anfang Januar 2020 angegriffen und in Folge des gezielten Anschlags einen der höchsten irakischen Generäle getötet. Als Antwort hatte der Iran zwei Stützpunkte des US-Militärs im Irak bombardiert, zum Glück ohne Todesfälle. Daher sah Trump von einem weiteren militärischen Schlag ab und will den Iran nun mit weiteren wirtschaftlichen Sanktionen maßregeln, nachzulesen auf "Tagesschau.de". Wie der "Spiegel" schreibt, habe diese "Strategie des maximalen Drucks" den Iran bereits an den Rande des wirtschaftlichen Ruins getrieben.

Kurz nach diesem Angriff des Irans auf die US-Stützpunkte stürzte besagtes Flugzeug ab. Zufall? Internationale Militärexperten meinen nein.

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Militärexperte Christian Mölling hält einen versehentlich Abschuss des Irans für wahrscheinlich. Er verweist auf die besondere Situation, wenige Stunden nach den iranischen Raketenangriffen auf US-Militärstützpunkte im Irak:

"Der Iran musste davon ausgehen, dass es möglicherweise einen Gegenschlag aus der Luft [...] gibt und hat deswegen wahrscheinlich seine Luftabwehrbatterien aktiviert", sagte Mölling in den Tagesthemen. Dadurch habe es eine Kriegssituation gegeben, "aber auch noch zivilen Luftverkehr". Da sei es schwer, zu unterscheiden, was ein Ziel sei und was nicht. "In westlichen Radarsystemen wäre es möglicherweise zu vermeiden gewesen. Wir wissen aber nicht, ob das Radarsystem hier in der Lage gewesen ist, zwischen zivilen und militärischen Flugzeugen zu unterscheiden."

Internationale Flugexperten sehen das ähnlich, zum Beispiel in der "New York Times" oder der "Washington Post". Der Iran weist die Vorwürfe bislang vehement zurück. Er fordert Beweise, die einen Absturz durch Abschuss nachweisen.

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Mittlerweile gibt es zudem noch dieses Video, das vermutlich zeigt, wie eine Flugmaschine direkt über Teheran von einem Projektil getroffen wird – und danach abstürzt.

Entscheidende Beweise könnten jetzt die Flugschreiber (Engl: Blackboxes) leisten, die jedes Flugzeug mit sich trägt und die während der gesamten Flugstrecke alle relevanten Flugdaten und -Parameter aufzeichnen. Bislang weigert sich der Iran allerdings, die Flugschreiber der abgestürzten Maschine zur Untersuchung freizugeben.

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  • Quelle:
  • Noizz.de