Bundesgesundheitsminister Jens Spahn warnt vor dem Hintergrund steigender Zahlen bei Corona-Neuinfektionen vor Feierlichkeiten als Gefahrenquelle. Es gebe mehr Ansteckungen durch Reiserückkehrer und lokale Ausbrüche, die meist mit Feiern und Großveranstaltungen zusammenhingen. Hochzeiten, kleine Partys, Treffen mit Freunden: Ist all das bald wieder verboten?

Auf die Frage nach neuen Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie sagte Spahn, aus seiner Sicht mache es keinen Sinn, wieder den Einzelhandel oder Friseure zu schließen. Mit Alltagsmasken und Abstand könne man dort weitermachen. "Feierlichkeiten, Veranstaltungen – dort überträgt es sich sehr, sehr schnell. Deswegen finde ich, müssen wir mit den Ländern nochmal schauen: Was sind die Grenzen, was sind die Regeln für die Größen von Veranstaltungen?"

Gesundheitsminister Jens Spahn

"Gesellige Veranstaltungen mit Alkohol" werden wohl wieder als erstes verboten

Er verstehe, dass man eine Hochzeit mit 100, 150 Gästen feiern wolle, sagte Spahn weiter. Er selbst habe lange genug bei Hochzeiten gekellnert. Eine Hochzeit werde aber irgendwann "sehr gemütlich, wenn es denn eine Hochzeit ist".

Weiter führ der Gesundheitsminister fort: "Entweder wir schaffen es, auch aus der Sommerzeit herauskommend die Zahlen unter Kontrolle zu behalten. Oder wir werden eben zuerst den Blick auf die Art von Veranstaltungen richten müssen, bei denen eben besonderes Infektionsgeschehen auftritt". Das seien seiner Meinung gesellige Veranstaltungen, wo Menschen, meistens auch mit Alkohol verbunden, entsprechend zusammenkommen.

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[Zusammen mit dpa]

  • Quelle:
  • Noizz.de