Der Facebook-Chef hat eine wichtige Rede gehalten.

Mark Zuckerberg muss noch kurz die Welt retten – so klingt er zumindest. Auf Facebook hat er den Text einer Rede gepostet, die er in Chicago gehalten hatte. Er will seinem sozialen Netzwerk damit ein neues Selbstverständnis geben. „Es reicht nicht, die Welt einfach nur zu verbinden“, sagte er bei einem Auftritt in Chicago, „wir müssen auch daran arbeiten, die Welt enger zusammenzubringen.“

Die Welt verbinden und die Welt zusammenbringen – auf den ersten Blick unterscheidet sich Zuckerbergs neues Ziel kaum von seinem alten. Einige Beobachter finden sein Manifest trotzdem bemerkenswert: Sie interpretieren es als Gegenentwurf zur Politik von US-Präsident Donald Trump. Der spaltet die Welt ja eher, als dass er sie zusammenbringt.

„Wir müssen Menschen eine Stimme geben, damit wir da draußen viele Meinungen haben“, sagte Zuckerberg, „aber wir müssen auch zueinanderfinden, damit wir alle gemeinsam weiterkommen.“

Auch seine Aussagen über die Zukunft können als Kritik an Trump verstanden werden: Die nächste Generation stehe vor der Herausforderung, „Armut zu beenden, Krankheiten zu heilen, den Klimawandel zu stoppen, für Freiheit und Toleranz zu sorgen, den Terrorismus aufzuhalten“.

Zuckerberg ist bekannt als Kritiker des US-Präsidenten. Er ist der einzige CEO mehrerer Silicon-Valley-Unternehmen, der einem Treffen mit Trump im vergangenen Jahr fernblieb. Im Januar kritisierte er Trumps Anti-Migrationspolitik. „Die Vereinigten Staaten sind eine Nation von Einwanderern“, schrieb er damals auf Facebook, „und wir sollten stolz darauf sein.“

Quelle: Noizz.de