Fluch und Segen zugleich ...

Künstliche Intelligenz (K.I.) ist ein Schlagwort, das bei den meisten entweder totale Verzückung angesichts der schier unendlichen Vorteilen auslöst oder aber pure Panik verursacht, Stichwort Datenmissbrauch und so weiter. Fest steht: K.I. ist schon fest in unseren Alltag integriert – egal ob Song-Empfehlungen bei Spotify, Sprachsteuerung per Siri oder Alexa, jedes Mal, wenn du Google-Maps benutzt: überall steckt künstliche Intelligenz dahinter.

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Nach Meinung der Computerwissenschaftlerin Joy Buolamwini spiegeln sich aber auch in künstlicher Intelligenz Diskriminierung und Rassismus im Alltag wieder – und können bestehende Vorurteile verfestigen. Das sei aus verschiedenen Gründen eine Gefahr, sagte die Expertin auf der Innovationskonferenz DLD in München. Buolamwini gründete in den USA eine Organisation, die sich dem Kampf gegen Ungerechtigkeit in Algorithmen widmet, die Algorithmic Justice League.

"Zusammen mit meinen Kollegen wollte ich herausfinden: Wie gut können Services wie IBM, Microsoft oder Face++ das Geschlecht eines Gesichts erraten", sagte Buolamwini. Dabei sei herausgekommen: Am wenigsten gut funktionieren die Systeme bei schwarzen Frauen. In den USA haben Buolamwini und ihre Organisation das Thema bekannt gemacht und zum Glück die Sensibilität der meisten Anbieter erhöht. Seit ihrer ersten Studie 2018 hätten etliche Firmen an ihren Programmen gearbeitet.

Es gehe ihr nicht darum, anzuklagen, sondern Bewusstsein zu schaffen und die Systeme zu verbessern. Das führe aber auch zu der Frage: "Welche Art von Systemen wollen wir haben?" Es gebe Anbieter, die ihre Fähigkeiten Behörden zur Verfügung stellen, um bestimmte ethnische Gruppen in Videos zu identifizieren. Auch das könne Rassismus fördern, sagte Buolamwini.

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Die jährlich vom Medienkonzern Burda veranstaltete DLD-Konferenz (Digital Life Design) will eine Brücke zwischen Technologie, Wirtschaft und Kultur schlagen. Zu den zentralen Themen gehören in diesem Jahr der Klimawandel, künstliche Intelligenz und Quantencomputer. Das Motto ist diesmal "What are you adding?" – auf Deutsch steht das für: "Was bringst Du ein?“. Die Frage soll zur aktiveren Beteiligung am aktuellen Wandel durch die Digitalisierung animieren.

[Text: Zusammen mit dpa/sw]

Quelle: Noizz.de