Ein Dorf wehrt sich gegen 6.000 feiernde Nazis

Gerrit-Freya Klebe

Poesie & Politik
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Noch mehr Plakate Foto: dpa picture alliance

In Thüringen war das größte Neonazi-Konzert des Jahres ...

Und zwar in dem Ort Themar, der hat knapp 3.000 Einwohner. Zu dem Konzert kamen am Samstag jedoch 6.000 Anhänger aus der rechten Szene. Titel der Veranstaltung: „Rock gegen Überfremdung.”

Das wollte sich das Dorf nicht gefallen lassen – und wehrte sich mit Gegendemonstrationen und kreativen Plakaten.

1.000 Polizisten waren im Einsatz, 43 Strafanzeigen wurden gestellt: Etwa wegen Körperverletzung, Bedrohung, Verstößen gegen das Waffengesetz oder dem Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen.

Privatleute, Kirche und Bürgerinitiativen hatten Gegenveranstaltungen organisiert, um sich gegen solche rechten Versammlungen zu wehren.

Viele brachten auch Schilder an Häusern und in Gärten, etwa:

„Bei uns ist nur das Brot braun. Gemeinsam gegen Rechts” oder „Lieber buntes Multikulti als braune Einfältigkeit”.

Im Vorfeld gab es schon Versuche, die Veranstaltung verbieten zu lassen, doch zuletzt schmetterte das Oberverwaltungsgericht Weimar diese Bemühungen ab.

Samstagnacht war der Spuk dann wieder vorbei: Das Festival war zu Ende.

Die Leute hängen Plakate auf Foto: dpa picture alliance
Fahnen der rechten Szene hängen in Themar Foto: dpa picture alliance

Quelle: Noizz.de

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