Einige Frauen, die den Vorfall meldeten, sollen sogar ihren Job verloren haben!

Laut der britischen Zeitung „Guardian“ haben 15 Mitarbeiterinnen der Vereinten Nationen sexuellen Missbrauch erlebt. Besonders tragisch: In der Organisation solle eine „Kultur des Schweigens“ und der Straflosigkeit herrschen, berichten die Frauen.

Auf die Opfer werde demnach oft Druck ausgeübt, die Täter würden nicht bestraft und blieben weiter in ihren Ämtern, schreibt der „Guardian“. 15 Befragte aus zehn verschiedenen Ländern gaben an, in den letzten fünf Jahren sexuelle Belästigung erlebt zu haben. Sieben von ihnen hatten dies intern gemeldet. Die Opfer wollten aus Angst anonym bleiben.

Viele fürchten die Folgen, wenn sie sich beschweren: „Wenn man es meldet, dann ist deine Karriere vorbei“, sagte eine Frau der Zeitung. Drei Frauen, die Übergriffe gemeldet hatten, gaben an, seitdem entweder ihre Arbeit verloren oder mit Kündigung bedroht worden zu sein. Die mutmaßlichen Täter seien weiterhin auf ihren Posten.

Eine Frau berichtete, ein Vorgesetzter habe sie vergewaltigt. Eine interne Untersuchung habe trotz medizinischer Untersuchungen und Zeugenaussagen keine ausreichenden Beweise für die Tat gefunden.

UN-Generalsekretär Antonio Guterres wolle „unerbittlich“ mit dem Thema umgehen, sagte sein Sprecher Stephane Dujarric in New York. Es gehe dabei auch um Gleichbehandlung der Geschlechter und Machtgleichheit. Die Organisation wolle nun die Mitarbeiter befragen und eine Anlaufstelle einrichten.

[Text: zusammen mit dpa, Titelbild: IIP Photo Archive / Basil D. Soufi (CC BY 2.0) / Flickr.com]

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  • Noizz.de