Die wichtigsten Fragen und Antworten.

The Donald hat mal wieder gesprochen: Er vertrete die Bürger von Pittsburgh, nicht die von Paris, sagte der US-Präsident – und versprach den Ausstieg der USA aus dem Pariser Abkommen. Was bedeutet das? Wie geht es weiter? Und warum macht Trump so was eigentlich? Wir haben Antworten.

Was ist das Pariser Abkommen?

Eine Übereinkunft fast aller Staaten der Welt. Darin verpflichten sie sich dazu, die Erderwärmung auf deutlich unter zwei Grad zu begrenzen, um dem Klimawandel entgegenzuwirken. Nur drei Länder machen nicht mit: Syrien, Nicaragua – und die USA. Dabei sind letztere für rund 15 Prozent des weltweiten CO2-Ausstoßes verantwortlich.

Warum verabschiedet sich Trump vom 2-Grad-Ziel?

Er löst damit ein Versprechen aus seinem Wahlkampf ein. Viele seiner Wähler – und Trump selbst – leugnen, dass es einen vom Menschen verursachten Klimawandel gibt. Trump behauptet, das Pariser Abkommen hemme die amerikanische Wirtschaft.

Treten die USA sofort aus?

Nein. Offiziell kann Trump das Abkommen erst drei Jahre nach dem Inkrafttreten kündigen –im November 2019. Danach gibt es eine Frist von einem Jahr, bis der Vertrag tatsächlich ausgelaufen ist. Austreten würden die USA also im November 2020. Aber: Trump hat angekündigt, dass die Vorgaben, die sich aus dem Paris-Abkommen ergeben, ab sofort für die USA nicht mehr gelten. Da das Abkommen rechtlich nicht bindend ist, gibt es keine Sanktionen.

Was bedeutet das Ganze für den weltweiten Klimaschutz?

Die USA investieren derzeit nicht nur im eigenen Land, sondern weltweit in den Klimaschutz. So unterstützen sie zum Beispiel arme Länder im Kampf gegen den Klimawandel. Genau das wird sich wohl jetzt ändern.

Trotzdem dürften sich die Folgen für die weltweite Energiewende in Grenzen halten: Viele Staaten haben angekündigt, dass sie ihren Klimaschutz-Kurs beibehalten wollen. China engagiert sich zum Beispiel inzwischen stark gegen die Erderwärmung. Auch Indien mit mehr als einer Milliarde Bürger ist demonstrativ an Bord.

Wie haben Politiker und Promis reagiert?

UN-Generalsekretär Antonio Guterres bezeichnete die Abkehr der USA als „große Enttäuschung“. Deutschland, Frankreich und Italien fordern die Europäer in einer gemeinsamen Erklärung auf, die Anstrengungen gegen den Klimawandel zu verstärken. Emmanuel Macron kritisierte Trump in deutlichen Worten und – für einen französischen Präsidenten eher ungewöhnlich – auf Englisch.

Auch Arnold Schwarzenegger, eigentlich überzeugter Republikaner, veröffentlichte eine kritische Video-Botschaft.

Und was hat es mit diesem Pittsburgh-Paris-Vergleich auf sich?

Trump kündigte den Austritt mit den Worten an: „Ich wurde gewählt, um die Bürger von Pittsburgh zu vertreten, nicht die von Paris.“ Pittsburgh ist eine Großstadt im US-Staat Pennsylvania und steht in diesem Fall symbolisch für die „America First“-Politik des Präsidenten.

Der Bürgermeister von Pittsburgh hat sich über diesen Vergleich empört – und sich klar für das Paris-Abkommen ausgesprochen. Zudem hat die Mehrheit der Wähler in Pittsburgh für Hillary abgestimmt. Entsprechend erntet Trump jetzt Spott in den sozialen Netzwerken.

Quelle: Noizz.de