Ein Jagdtrip durch die Mongolei lässt sich Trumps Sprössling ordentlich was kosten. Tiere müssen auch dran glauben. Ein Beispiel dafür, wie man Steuergelder nicht schlechter einsetzen könnte.

Der Jagdtrip durch die Mongolei von Donald Trump Jr. forderte seinen Tribut: tote Tiere und rund 75.000 Dollar an US-Steuergeldern. Trump Jr. ist bekannt für seine Liebe zum Schießen von Tieren – am liebsten in der Wildnis. Etwa in Alaska, wo er die seltene Erlaubnis dafür erhielt, wilden Grizzlybären auf den Pelz zu rücken.

>> Account kopiert Donald Trumps Tweets – und wird für die Inhalte gesperrt

Bedrohte Schafe in der Mongolei jagen: Trumps Ding

Im August letzten Jahres reisten Trump Jr. und sein Sohn in die ostasiatische Mongolei, um wilde, großhörnige Argali-Schafe zu jagen. Schockierender Fakt zu den Schäfchen: Sie sind eine vom Aussterben bedrohte Art, die im Land auch als eine Art Nationalschatz angesehen wird.

Expeditionen wie diese sind nicht billig – was einem ja theoretisch egal sein könnte. Denn: Auch wenn man gegen das sinnlose Töten von wilden Tieren ist, kann einem ja egal sein, wie Trump und seine Sippe ihre Kohle ausgeben. Problem ist nur: Trump Jr. gibt bei seinen Reisen das Geld der Steuerzahler*innen aus. Denn: Sprösslinge vom POTUS brauchen unterwegs einen gewissen Schutz durch den Geheimdienst. Eine Summe, die die US-Bürger zahlen. Herzlichen Glückwunsch!

US-Präsident Donald Trump

Reisekosten Trumps wurden erst auf Druck veröffentlicht

Die Reise in die Mongolei war nicht nur wegen der aussterbenden Schafe von Kontroversen begleitet. Es gab auch Uneinigkeiten bezüglich der Reisekosten für ebenjene Geheimdienste. Es hieß erst, Trump Jr. und Gefolge hätten auf ihrem Jagdtrip läppische 17.000 US-Dollar ausgegeben.

Auf Nachforschungen des Citizens for Responsibility and Ethics in Washington (CREW), einer überparteilichen und gemeinnützigen Aufsichtsbehörde der Regierung, kam dann aber ans Licht, dass die achttägige Reise 76.859,36 Dollar an Geheimdienstkosten verschlungen hatte.

>> Hat Trump es jetzt übertrieben? Twitter schließt nicht aus, sein Profil zu sperren

Trump Jr. schwärmt von Mongolei

Auf Trumps Instagram-Account zeigt er sich ganz ergriffen von dem unberührten Land der Mongolei. Gut, wenn man rund um die Uhr vom Geheimdienst umsorgt wird, hat man sicherlich sehr viel Zeit, sich die Landschaft anzusehen.

An dieser Stelle findest du Inhalte aus Instagram
Um mit Inhalten aus Instagram und anderen sozialen Netzwerken zu interagieren oder diese darzustellen, brauchen wir deine Zustimmung.

Neben Bildern von Trump Jr. in der Steppe oder zu Pferde werden übrigens keine Bilder von erlegten Schafen gezeigt. Geschossen hat er diese aber dennoch – unerlaubt und illegal. Rückwirkend im September 2019 erhielt er dafür dann eine Erlaubnis, wie ProPublica weiß. Die Wahrscheinlichkeit, dass jemand ohne so viel Einfluss und Macht wie Trump und seine Familie, eine solche Erlaubnis erhält, ist eigentlich gleich null. Lohnt sich also offenbar, Trumps Sohn zu sein: Ungestraft aussterbende Tiere jagen und Steuergelder eines Landes ausgeben, dass kein richtiges Gesundheitssystem hat – toll!

Obamas Kosten waren weit niedriger

Frühere Dokumente des Finanzministeriums, die bei der CREW eingingen, enthüllten auch die verheerende Diskrepanz zwischen Trump und der vorherigen Regierung: Im Vergleich zu Barack Obamas Familie hat Trumps Sippe zwölfmal mehr geschützte Reisen unternommen, was den Haushalt des Geheimdienstes ordentlich belastete.

  • Quelle:
  • Noizz.de