Sechs Fakten, die du über die Rede zur Lage der Nation wissen musst.

Keine wüsten Beschimpfungen, keine Fake-News-Vorwürfe oder Shithole-Ausfälle: US-Präsident Donald Trump wirkte bei seiner ersten Rede zur Lage der Nation am Dienstagabend (Ortszeit) fast wie eine gezähmte Raubkatze (im Anbetracht seiner sonstigen Eskapaden). Nach dem Tippfehler-Fail auf der Einladung, überstand er die Rede tatsächlich ohne große Patzer. Mit den Demokraten ging er sogar auf Kuschelkurs. Aber Trump wäre nicht Trump, wenn er nicht doch noch für eine Überraschung gesorgt hätte.

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Der Aufreger des Abends: Trump verkündete, dass er einen Erlass unterzeichnet habe, das Lager Guantanamo entgegen einer Anordnung seines Vorgängers Barack Obama offen zu halten! Terroristen seien nicht bloß Kriminelle, sie seien feindliche Kämpfer. „Und wenn sie im Ausland gefangen genommen werden, sollten wir sie wie die Terroristen behandeln, die sie sind“, sagte er.

Was immer wieder durchkam: Viiiiiiel Lob für sich und äh.. sich und. . . na ja, sich! Er ließ sich beklatschen, applaudierte aber auch für sein Volk. Mit einer kräftigen Portion Nationalstolz lobte er die Amerikaner: „Die Lage der Nation ist stark, weil das Volk stark ist!“ Übersetzt: Ich hab’ mich umgesehen, wir sind die Geilsten hier.

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Statt neue Drohungen gegen Pjöngjang auszustoßen, griff der US-Präsident diesmal zu einem Propaganda-Instrument: Ein Flüchtling aus Nordkorea wurde demonstrativ im Saal mit tosendem Applaus gefeiert, als er seine Krücken in die Luft hielt. Trump forderte den Kongress zudem auf, mehr Geld für das Militär auszugeben. Das US-Atomwaffenarsenal müsse modernisiert und so gestärkt werden, „dass es jeden Akt der Aggression abschrecken wird“.

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Bis zu 1,8 Millionen illegal ins Land gekommenen jungen Einwanderern will Trump eine Einbürgerung ermöglichen. Migranten, die bestimmte Anforderungen erfüllten und einen „guten moralischen Charakter“ hätten, sollten die Möglichkeit haben, die US-Staatsbürgerschaft zu erlangen, sagte er. Machte aber zugleich klar, dass er im Gegenzug Geld für den geplanten Bau der Mauer an der Grenze zu Mexiko wolle.

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Trump betonte, es sei nicht genug, nur in Zeiten der Krise zusammenzustehen. „Heute Abend rufe ich alle von uns auf, unsere Differenzen beiseite zu legen, nach Gemeinsamkeiten zu suchen, und die Einigkeit zu erzielen, die wir brauchen, um den Menschen, die uns gewählt haben, zu dienen“, sagte der US-Präsident. Zuvor hatte er verdiente Amerikaner im Saal, darunter Polizisten und Militärs, für ihre Leistungen geehrt.

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Vielleicht richtete er die Worte auch an seine Ehefrau Melania. Die war seit dem Pornostar-Skandal (NOIZZ berichtete) nämlich abgetaucht. Jetzt tauchte sie aus ihrer Versenkung allerdings wieder auf: Top-gestylt in cremeweiß verzog sie keine Miene. Von Zärtlichkeiten keine Spur: Im Kongress winkten Melania und Donald Trump sich kurz zu, bevor dieser zu seiner 80-minütigen State of the Union-Rede anhob. Entgegen der Tradition war Melania alleine zum Kapitol gefahren und verließ das Gebäude nach der Rede auch wieder allein.

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[Text zusammen mit DPA]

  • Quelle:
  • Noizz.de