Diese 10 Frauen sind die wahren Sieger der US-Midterms

Katharina Kunath

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Sie wird die erste US-Kongressabgeordnete mit Kopftuch sein: Demokratin Ilhan Omar Foto: Mark Vancleave / dpa / dpa Deutsche Presse Agentur

Native Americans, Latinas und Muslimas für Amerika.

Die USA haben gewählt. Am 6. November fanden die sogenannten Midterms statt. Die ersten Hochrechnungen und Ergebnisse zeigen: Die Demokraten haben das Repräsentantenhaus für sich zurückgewonnen, die Republikaner werden jedoch weiter die Mehrheit im Senat beibehalten.

Wer der beiden Parteien nun den größeren Erfolg zu verbuchen hat, darüber dürfen Rot und Blau sich gerne streiten – auf beiden Seiten wird gefeiert.

Doch die wahren Sieger der Midterms sind nicht die Parteien. Die wahren Siegerinnen sind die Frauen, die den Kongress in Zukunft aufmischen werden. Denn der war noch nie weiblicher, jünger oder multikultureller, als er nach dieser Wahl sein wird. Da hat sich Donald Trump mit seiner frauenfeindlichen Hetze wohl ganz schön selbst ins Fleisch geschnitten.

10 Frauen, die mit ihrem Sieg Geschichte schreiben:

Zum ersten Mal wird es zwei Native American Abgeordete geben.

Es ist ein historisches Ereignis: Sharice Davis aus Kansas, Angehörige des Ho-Chunk Stammes und Deb Haaland aus New Mexico, Angehörige des Laguna Pueblo Stammes, sind die ersten Frauen in der Geschichte der Vereinigten Staaten, die als Abgeordnete mit indigener Abstammung in den Kongress ziehen werden.

Warum das so verdammt wichtig ist? Weil Native Americans seit der gewaltsamen Besiedlung ihres Landes eine unterdrückte Minderheit sind, die noch immer für ihre Rechte kämpfen müssen. Bis heute haben sie mit Diskriminierung, Rassismus und den schwerwiegenden Folgen der versuchten Ausrottung ihrer Kultur zu kämpfen.

Bis in die 1980er wurde Native Americans in Teilen der USA das Wahlrecht verwehrt. Dass mit Davis und Haaland nun zwei von ihnen in den Kongress ziehen, ist meiner Meinung nach das wichtigste Ergebnis der gesamten Kongress-Wahl.

3. & 4. Auch die ersten zwei Muslima werden in den Kongress ziehen

In Michigan gewann die Trump-Gegnerin und Demokratin Rashida Tlaib, Tochter palästinensisch-amerikanischer Eltern. Die zweite Muslima ist Ilhan Omar aus Minnesota. Sie floh als Teenager vor dem somalischen Bürgerkrieg nach Amerika – und wird die erste Kongress-Politikerin mit Kopftuch sein. Der Sieg der beiden Frauen ist ein wichtiges Zeichen gegen Trumpfs islamfeindliche Politik.

[Mehr dazu: Trumps Wahlkampf ist wie er selbst: Niveaulos, grausam und vermutlich erfolgreich]

5. & 6. In Texas gewinnen zwei Latinas

Die beiden Demokratinnen Veronica Escobar und Sylvia Garcia sind die ersten Latinas, die Kongressabgeordnete des Bundesstaat Texas werden. Auch hier: Ein starkes Zeichen gegen Trumps aktuelle Politik, seinen Rassismus und seine Hetzerei gegen hispanische Migranten.

7. Florda hat die erste lesbische Bürgermeisterin gewählt

Key West, Florida: Teri Johnston ist nicht nur die erste Bürgermeisterin seit 1990 – sie ist auch die Erste, die sich offen zu ihrer Homosexualität bekennt.

8. Massachusetts wählt die erste Afro-Amerikanerin

Die Demokratin Ayanna Pressley wird die erste Afro-Amerikanerin sein, die Massachusetts im Repräsentantenhaus vertreten wird. Die bisherige Stadträtin Bostons gewann schon im September die Vorwahl ihrer Partei für den 7. Kongresswahlbezirkes des Bundesstaates.

9 & 10. Die jüngsten je gewählten Kongressabgeordneten sind erst 29!

Alexandria Ocasio-Cortez ist gerade in aller Munde: Die 29-jährige Demokratin siegte haushoch im 14. Kongressdistrikt von New York – und das mit gerade mal 29 Jahren. Als „demokratische Sozialistin“ gewann die Politikerin mit puerto-ricanischen Wurzeln in Teilen von Brooklyn und Queens ihre Wähler. Zusammen mit der ebenfalls 29-jährigen Demokratin Abby Finkenauer aus Iowa ist sie die jüngste je gewählte Abgeordnete.

Quelle: Noizz.de

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