Bei der CSU kennt man wohl kein Internet.

„Yes, we can“, „Make America Great Again“, „fedidwgugl“ – ein catchy Wahlkampfslogan ist der Grundpfeiler einer erfolgreichen Wahlkampagne – das scheint sogar die bayrische CSU begriffen zu haben.

Denn dort steht die Landtagswahl bevor, und Markus Söder stürzt sich mit dem schmissigen Satz „Söder macht’s“ in dem Kampf um die Wählerstimmen. In München begann die CSU nun ihre Wahlplakate aufzuhängen, auf denen daran erinnert wird, was Markus Söder alles so tolles für Bayern macht. Zum Beispiel „unsere bayrische Lebensart erhalten“. Alles schön und gut, sollen sie machen – politisch wollen wir das gar nicht kommentieren.

Doch zur bayrischen Heimat gehört wohl weder WLAN noch Social-Media – denn bei all der Wahlkampfvorbereitung hat die CSU allen Ernstes vergessen, ihren Slogan „Söder macht’s“ als Webseite zu registrieren und Social-Media-Profile anzulegen. Im Jahr 2018. Internet benutzen CSUler anscheinend nicht.

Für die SPD war diese Nachlässigkeit ein gefundes Fressen. Kurzerhand hat sich die SPD sowohl die Webseite „soeder-machts.de“ geschnappt als auch ein Twitter-Profil angelegt.

Dort findet man nun wissenswertes über Söders Politik – aber das ist wenig schmeichelhaft. Auf der Webseite steht unter anderem: „Ein verfassungswidriges Polizeigesetz gegen alle Bedenken durchs Parlament peitschen und dann seine Kritiker beschimpfen.“ Auch auf Twitter finden sich bereits Tweets zu den Dingen, die Söder so macht.

Auch die CDU/CSU hat inzwischen Wind von ihrer gekaperten Kampagne bekommen und gibt via Twitter etwas uninspiriert kontra – außerdem wirft der Bundestagsabgeordnete Volker Ullrich der SPD vor, „grobe Unwahrheiten“ zu verbreiten:

Weder Markus Söder noch Natascha Kohnen, die Spitzenkandidatin der SPD, haben sich bisher dazu geäußert. Allerdings ist Kohnen auf soeder-machts.de überall verlinkt – zumindest sie scheint mit der Aktion also weniger ein Problem zu haben…

Quelle: Noizz.de