Die Kanzlerin will nicht mehr CDU-Chefin sein.

Die Hessen-Wahl war für die CDU eine Ohrfeige, wie sie sonst nur Schwäne kennen, die mit Straßenrapper Gzuz Bekanntschaft machen. Jetzt hat Bundeskanzlerin Angela Merkel (nicht nur) darauf reagiert: mit einer Rede, die es in sich hat und sowohl in die Vergangenheit als auch in die Zukunft weist.

Unter anderem verkündet sie darin ihren Rücktritt als CDU-Chefin – und schon lauern drei Anwärter: CDU-Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer, Gesundheitsminister Jens Spahn, Friedrich Merz.

Jens Spahn bei der CDU-Pressekonferenz zur Hessen-Wahl Foto: Bernd von Jutrczenka / dpa picture alliance

Und damit du weißt, was Merkel noch so gesagt hat, haben wir dir die 8 wichtigsten Sätze aus ihrer Rückzugsrede rausgesucht (manchmal ist es auch ein Absatz, sorry!):

1.

„Bundespolitisch können wir nach dieser Wahl in Hessen, nach der Landtagswahl in Bayern, nach den Verwerfungen zwischen CDU und CSU im Sommer, nach der quälend langen Regierungsbildung, nach dem vorausgegangenen Scheitern der Bemühungen, eine Regierung von CDU, CSU, FDP und Grünen zu bilden, nicht einfach zur Tagesordnung übergehen.“

2.

„Das Bild, das die Regierung abgibt, ist inakzeptabel.“

3.

„Ich habe mir immer gewünscht und vorgenommen, meine staatspolitischen und parteipolitischen Ämter in Würde zu tragen und sie eines Tages auch in Würde zu verlassen.“

4.

„Deutschland und den Menschen zu dienen, das ist eine in Zeiten wie diesen - zumal national wie international - sehr herausfordernde, aber auch erfüllende Aufgabe.“

5.

„Ich habe mal gesagt: Ich wurde nicht als Kanzlerin geboren. Und das habe ich auch nie vergessen.“

6.

„Bei der Bundestagswahl 2021 werde ich nicht wieder als Kanzlerkandidatin der Union antreten und auch nicht mehr für den deutschen Bundestag kandidieren. Und, das will ich nur zu Protokoll geben, auch keine weiteren politischen Ämter anstreben.“

Merkel geht – bald ganz Foto: Bernd von Jutrczenka / dpa picture alliance

7.

„Auf dem nächsten Bundesparteitag der CDU im Dezember in Hamburg werde ich nicht wieder für das Amt der Vorsitzenden der CDU Deutschlands kandidieren.“

8.

„Ich bin mir bewusst, dass ein solches Vorgehen in der Geschichte der Bundesrepublik ohne Beispiel ist. Aber ich bin davon überzeugt, dass das Vorgehen viel mehr Chancen als Risiko bietet - für unser Land, die Bundesregierung und auch für meine Partei.“

Quelle: Noizz.de