Selbst Geld wird in Quarantäne gesteckt, Menschen tragen Körperzelte und hypen plötzlich vergessene Videospiele. Wegen des Coronaviruses spielt die Welt verrückt. Schon mehr als 71.000 Menschen sind daran erkrankt und die ganze Welt fürchtet eine kommende Epidemie – und dreht dabei scheinbar durch.

2020 hat gar nicht gut angefangen. Kaum hieß es "New Year New Me" verbreiteten sich überall Nachrichten des ominösen Coronavirus, der in der chinesischen Metropole Wuhan seinen Ursprung fand. Mittlerweile haben sich weltweit schon mehr als 71.000 Menschen mit dem Virus infiziert, 1.775 Menschen sind daran gestorben. Die Sicherheitsmaßnahmen werden in Angesicht dieser Zahlen immer stärker angezogen. Der Coronavirus löst den Ausnahmezustand aus und wir haben euch acht aktuelle Szenarien herausgesucht, die sich vor dem Virus noch wie Geschichten eines Dystopie-Romans angehört hätten.

1. Geld wird wegen Coronaviren zerstört

Die "People’s Bank of China" will aufgrund der Kontaminationsgefahr beginnen, Geldscheine aus Wuhan zu zerstören. Manche können noch mit einem Desinfektionsprozess gerettet werden, doch viel Währung wird auch einfach vernichtet und neu gedruckt. Besonders die Scheine aus Krankenhäusern, Bussen und Märkten werden ganz genau unter die Lupe genommen. Um wie viel Geld es sich genau handeln wird, konnte die Bank noch nicht hochrechnen. Aber mal als Richtwert: Vier Milliarden Yen wurden seit Ende Januar nach Wuhan neu in den Umlauf geschickt, das sind umgerechnet ungefähr 530 Millionen Euro.

2. Auf einem Kreuzfahrtschiff in Quarantäne wurden Pornos umsonst zur Verfügung gestellt

Wegen dem Coronavirus musste ein ganzes Kreuzfahrtschiff in Quarantäne gehalten werden. Das Schiff "Diamond Princess" hat 3.700 Menschen an Bord tagelang in ihren Kabinen in Quarantäne gehalten. Um ihnen die Zeit zu versüßen, schenkte der Camgirl-Service "CamSoda" den Menschen auf dem Schiff einen freien Zugang zu ihren Diensten, für die Zeit, in der sie auf dem Schiff festsitzen.

>> Quarantäne-Schiff bietet Passagieren for free Pornos

3. Ein Virus-Videospiel wird wieder krass gehypt

Schon mal von "Plague Inc: Evolved" gehört? Das Spiel gibt es zwar schon seit über vier Jahren für die PS4 (und noch länger als Computerspiel), doch seinen richtigen Hype erlebt es erst jetzt. Das Ziel des Spieles ist es, eine globale Seuche zu entwickeln, die alle Menschen umbringt. In Zeiten des Coronavirus wird dieses Spiel plötzlich enorm gezockt, zeitweise war sogar die Homepage des Entwicklers überlastet, wie die Gaming-Seite "Playfront" berichtet. Mittlerweile spielen über 100 Millionen Menschen "Plague Inc: Evolved".

4. Ein portables Körper-Zelt wird als Ansteckungs-Schutz umfunktioniert

Eigentlich wurde der "Stadium-Pod" entworfen, um seinem Träger den kompletten Regen-Rundumschutz zu bieten. Zu Zeiten des Coronavirus kam der Hersteller allerdings auf die glorreiche Idee, dass sein Zelt auch als Corona-Schutz infrage kommen könnte. Der Bruder des CEO setzte sich mit dem Aufbau mal ins Flugzeug, um das Ganze auszutesten – und sein Sitznachbar zuckte nicht einmal mit der Wimper, so die Erzählung des Bruders gegenüber der britischen Zeitung "The Sun". So weit sind wir also schon gekommen.

Der Stadium-Pod

5. Mundschutz wird zum Fashion-Accessoire

Für Menschen in China ist es zur Normalität geworden, auf der London Fashion Week ist es ein It-Piece: Der Mundschutz. Was sich absurd anhört, ist tatsächlich Realität, denn in London wollte man der anbahnenden Epidemie mit ein bisschen Humor und Sinn für Mode entgegentreten. Dort wurde aus dem praktischen Alltagsgegenstand ein Fashion-Statement gebastelt, das mit besonderen Aufdrucken und Schnitten zu mehr als nur einer Sicherheitsmaßnahme wird.

>> London Fashion Week 2020: Mundschutz als Fashion-Statement

6. Menschen werden vorm Küssen am Valentinstag gewarnt

Britische Wissenschaftler haben Liebenden an Valentinstag geraten, nicht allzu sehr zu kuscheln und sich zu küssen. Das riet unter anderem der Professor John Oxford gegenüber "BBC Radio 4". Die Panik vor dem Coronavirus hat es also selbst in die intimsten Bereiche unseres Alltags geschafft – ob sich Paare tatsächlich an den gut gemeinten Rat gehalten haben, ist allerdings zweifelhaft.

>> Coronavirus statt Liebe: Forscher warnen vor Küssen an Valentinstag

7. Nike schließt Stores

China ist zwar für Nike einer der wichtigsten Absatzmärkte – trotzdem hielt das den Sportartikel-Riesen nicht davon ab, die Hälfte seiner Geschäfte in China im Zuge des Coronavirus zu schließen. Das ist allerdings weniger Prävention, sondern vielmehr Schadensbegrenzung. Denn schlussendlich würden die Läden in China momentan eh leer bleiben. Auch die restlichen geöffneten Läden würden nur unter begrenzten Öffnungszeiten betrieben werden.

>> Coronavirus: Nike schließt die hälfte seiner Stores

8. Eine ganze Fashion Week wird verschoben

Die Fashion Week in Shanghai sollte eigentlich am 26. März stattfinden. Zwar ist Shanghai rund 800 Kilometer von der Corona-Stadt Wuhan entfernt (das entspricht ungefähr der Entfernung von Berlin nach Budapest), doch trotzdem soll das Event wegen dem Coronavirus verschoben werden. Ein neues Datum steht noch nicht fest.

>> Shanghai Fashion Week wegen Coronavirus verschoben

  • Quelle:
  • Noizz.de