Von roten Knöpfen und Gold-Beschiss.

US-Präsident Donald Trump ist wahrscheinlich der mächtigste Mann der Welt. Vielleicht gehört er auch zu den bizarrsten. Sein Katalog an irrwitzigen Aktionen, Aussagen und Marotten könnte als lustigstes Unterhaltungsformat der Geschichte in Erinnerung bleiben – wenn er in seinem Job als Politiker nicht so weitreichende und verachtenswerte Entscheidungen treffen würde.

Egal, ob es der Bau einer Mauer entlang der Grenze zu Mexiko ist, seine Haltung zum Klimawandel, seine sexistischen Äußerungen und Delikte, sein Umgang mit ihm gegenüber kritischen Medien oder vieles mehr. Trump steht seit seinem Wahlkampf permanent in der Kritik – und das zurecht.

Dennoch: Manchmal muss man auch einfach herzlich über ihn lachen dürfen. Seit gut zwei Jahren ist der 72-jährige Milliardär nun im Amt. Genug Zeit für ein unglaubliches Portfolio an Absurditäten. Hier haben wir die 5 skurrilsten Eigenheiten des 45. Präsidenten der USA für euch.

>> Die lustigsten Gifs von Trumps peinlicher Auslandsreise

1. Trump schummelt beim Golfen

"Er mogelt auf höchstem Niveau. Er mogelt, wenn Leute zusehen und wenn sie nicht zusehen. Er mogelt, weil das seine Art ist, Golf zu spielen."

Sportjournalist Rick Reilly hat gerade sein Buch"Commander in Cheat: How Golf Explains Trump" veröffentlicht. Darin hat er Erfahrungsberichte diverser Golf-Kollegen von Trump zusammengetragen. So hat beispielsweise Schauspieler Samuel L. Jackson von einer Partie mit Trump erzählt, bei der der Präsident versehentlich einen Ball in den See geschlagen hat, danach heimlich einen neuen Ball auf die Wiese fallen ließ und einfach mit diesem weiterspielte.

Nach Reilly ist Trump ein notorischer Schummler, der – ganz gleich, wer gerade sein Gegner ist – die Regeln bricht. Ein bisschen wie die Herzdame aus "Alice im Wunderland" beim Cricket.

Trump besitzt etliche Golfplätze und muss sich immer wieder Vorwürfen aussetzen, er würde zu viel Zeit auf dem Court verbringen und zu wenig arbeiten.

2. Trump isst fast nur Fastfood – aus Angst, vergiftet zu werden

Na ja. Das ist jedenfalls die offizielle Version. Inoffiziell könnte man denken, dass wenige bis gar keine Menschen auf der Welt besser beschützt und gesichert sind als der amerikanische Präsident. Dementsprechend schwer sollte es sein, ihn zu vergiften.

Man könnte also denken, dass der ebenfalls Coca-Cola-süchtige Trump vielleicht einfach Fastfood versessen ist und ihm da die Angst vor der Vergiftung ganz gut in den Kram passt. Ein Highlight der vergangenen Wochen war definitiv, als der Präsident das Football-Team der Clemson Tigers im Weißen Haus mit einem "Buffet aus McDonald's, Burger King und Co." empfangen hat.

3. Trump hat seit Amtsantritt über 10.000 falsche und irreführende Aussagen gemacht

Wie ein "Faktencheck der Washington Post" ergab, hat Trump seit Amtsantritt über 10.000 irreführende Behauptungen aufgestellt bzw. Falschaussagen gemacht. 10.111 um genau zu sein – Tendenz steigend. Mit durchschnittlich acht Falschaussagen pro Tag erreichte er nach 601 Arbeitstagen die Halbzeit: 5.000 Falschaussagen. Am 26. April – nur 226 Tage später – schlug der Zähler 10.000. Das sind im Schnitt sage und schreibe 26 falsche oder irreführende Aussagen pro Tag.

4. Trump hat täglich mehrere Stunden "Executive Time" bzw. "Unstrukturierte Zeit", in der er fernsieht, twittert, mit Freunden telefoniert und nicht gestört werden will.

Ein im Oktober 2018 "geleakter Wochenplan" des blonden Exzentrikers hat enthüllt, wie "hart" ein normaler Tag seines alltäglichen Lebens eigentlich ist. Im Falle des vorliegenden Wochenplans scheint Trump die Sache eher von der gemütlicheren Seite aus anzugehen. Arbeitsbeginn fast nie vor 11 Uhr. Und jeden Tag mehrere Stunden "Unstrukturierte Zeit". Höchstwert der besagten Woche: neun Stunden am Tag – neun Stunden, in denen er effektiv NICHTS tut.

5. Trump hat an seinem Schreibtisch einen Knopf. Wenn er den drückt, kommt ein Butler und bringt ihm eine Cola Light.

Jeder hat schon mal von ihm gehört, dem ominösen "roten Knopf" am Schreibtisch des US-Präsidenten. Ein Knopf, der einen Atomkrieg auslösen kann. Ein Fingerdruck, und irgendeine Stelle der Welt liegt in Schutt und Asche.

So einen Knopf gibt es natürlich nicht wirklich. Vielleicht gerade deshalb hat Trump es sich nicht nehmen lassen, seine eigene Interpretation des roten Knopfs zu installieren. So unglaublich es auch klingt: Drückt Trump auf den Knopf, kommt ein Butler und serviert ihm eine kalte Cola Light. Oder Pepsi.

Die nächste Präsidentschaftswahl in den USA ist am 3. November 2019. In genau 18 Monaten. Genug Zeit, für kleine Schummeleien, Fernsehen, Falschaussagen, Fastfood und jede Menge Colas. Hoffentlich ohne Mauern.

>> Das ist Donald Trumps Lieblingsmenü bei McDonald's

Quelle: Noizz.de