Tipps von einem Verbraucherschützer.

Bis vor Kurzem war der folgende Satz eine Binsenweisheit: Wer zu einem Automaten seiner Bank geht und Geld abhebt, muss dafür keine Gebühr bezahlen – nur bei Fremdinstituten werden ein paar Euro fällig. Das scheint sich geändert zu haben: Einige Sparkassen sowie Volks- und Raiffeisenbanken sacken jetzt Geld ein, wenn die eigenen Kunden welches abheben.

Betroffen sind die Filialen von mehr als 40 Sparkassen sowie rund 150 Volks- und Raiffeisenbanken. Die meisten von ihnen liegen in ländlichen Gebieten. Das hat das Finanzportal biallo.de herausgefunden.

Wie viel die Kunden zahlen, ist abhängig vom Ort und dem Kontomodell. Oft können sie vier- oder fünfmal gebührenfrei abheben, danach gibt’s Gebühren – mal 49 Cent (VR-Bank Erding), mal 1 Euro (Sparkasse Wittgenstein).

Franz-Christian Pauli von der Verbraucherzentrale sagt: Seit vergangenem Sommer sind solche Zusatzgebühren aus dem Boden geschossen.

Die große Frage ist: Wie kannst du reagieren, wenn deine Bank plötzlich Gebühren einführt? Wann ist ein Kontowechsel angebracht?

Verbraucherschützer Pauli rät: Prüf, was für ein Kontomodell du hast und wie das Preisleistungsverhältnis aussieht. Wenn du Gebühren fürs Abheben zahlst, solltest du schätzen, wie oft im Jahr du zum Automaten läufst – und überschlagen, wie viel du insgesamt fürs Abheben zahlst. Danach kannst du im Internet schauen, wie viel andere Banken verlangen. Und ob eine davon günstiger ist.

Der Wechsel sei dann relativ unkompliziert, sagt Pauli: Deine aktuelle Bank dürfe kein Geld dafür verlangen und müsse deine Daten – zum Beispiel für Überweisungsaufträge – innerhalb von fünf Werktagen an die neue Bank geben. Das sei gesetzlich geregelt.

Quelle: Noizz.de