Teilnehmerzahl, Inhalte, Sicherheit - die wichtigsten Infos über die Demos.

1. Ausmaß: 2 000 vs. 20 000 Teilnehmer

Die AFD ist am Sonntagmittag vom Washingtonplatz zum Brandenburder Tor gezogen. Ursprünglich hatte die AFD 10 000 Teilnehmer angemeldet, dann auf 5 000 korrigiert. Laut diverser Medieberichte lag die Teilnehmerzahl bei rund 2 000 Menschen.

Es gab etwa ein Dutzend Gegendemonstrationen, an denen mehr als 20 000 Menschen teilgenommen haben sollen. Zunächst waren 10 000 Teilnehmer angemeldet. Es gab jedoch auch nicht angemeldete, illegale Gegendemos.

Die Organisatoren der Gegendemos mobilisierten weit mehr Teilnehmer als erwartet. Foto: Britta Pedersen / dpa

2. Inhalte: "Grenzen schützen" vs. "Stoppt den Hass"

Die AfD hatte den Tag der Demonstration zu einem "Tag der Abrechnung" erklärt. Die Teilnehmer versammelten sich auf dem Washingtonplatz vor dem Hauptbahnhof, um "für Freiheit und Demokratie" in Deutschlands Zukunft zu demontrierten. Neben schwarzrotgoldenen Fahnen waren AfD-Slogans wie "Grenzen schützen", "Die Freiheit der Frau ist nicht verhandelbar" und "Arbeit muss sich wieder lohnen" zu sehen.

Die Gegendemonstrationen liefen unter verschiedenen Mottos. "AfD wegbassen" war von der Berliner Clubszene organisiert worden und fand zwischen Siegessäule und Brandenburger Tor statt. Eine weitere Gruppe - unter anderem mit SPD, Linken und Grünen - demonstrierte auf dem Platz der Republik unter dem Motto "Stoppt den Hass. Stoppt die AfD". Eine von Künstlern organisierte "Glänzende Demonstration" war von Berlin-Mitte losgezogen.

Die AFD-Demo und eine Gegendemo treffen aufeinander. Foto: Kay Nietfeld / dpa

3. Sicherheit: Polizei hält Gegner räumlich getrennt

Rund 2000 Beamte versuchten, eine direkte Begegnung der beiden Gruppen zu verhindern. Die Polizei hatte im Voraus Verstärkung aus anderen Bundesländern beordert. An einigen Stellen kam es zu Rangeleien und zum Einsatz von Pfefferspray. Da sich die Demos sich bis auf Boote und Flöße auf der Spree ausweiteten, musste die Polizei die Demonstranten auch auf dem Wasser auseinanderhalten.

Auch auf dem Wasser können AFD-Anhänger und Gegendemonstranten aneinander geraten. Foto: Paul Zinken / dpa

Quelle: Noizz.de