..zumindest kommt eine Studie der DAK zu diesem Ergebnis.

Alle zwei Jahr beschäftigen sich die Gesundheitsexperten der Krankenkasse DAK mit dem Thema Komasaufen – oder „Rauschtrinken”, wie die DAK es etwas vornehmer nennt. Die Krankenkasse hat nämlich Interesse dran, dass möglichst wenig Koma getrunken wird – wegen der Kosten für gesundheitliche Langzeitfolgen.

Die Eltern haben oft selbst Alk-Probleme

Doch während bei der Studie bisher vor allem Jugendliche und jungen Erwachsene im Blick standen, rückt in diesem Jahr ein neuer Faktor ins Zentrum: unsere Eltern. Die haben laut der Studie nämlich ziemlich viel Einfluss darauf, wie hart wir uns Volllaufen lassen.

In Zahlen ausgedrückt: Wenn deine Eltern regelmäßig Alk trinken, ist es dreimal wahrscheinlicher, dass du dich als junger Erwachsener zur Besinnungslosigkeit säufst, als wenn deine Eltern nie Alkohol anrühren. Zumindest lautet so das Ergebnis der repräsentativen DAK-Studie.

Die Erziehungsberechtigten haben oft selbst ein schwieriges Verhältnis zum Alk. Bei knapp einem Viertel der Eltern (23 Prozent) kommt es mindestens einmal im Monat selbst zum sogenannten „Rauschtrinken”, so die DAK-Studie.

„Der Alkoholkonsum bei Kindern und Jugendlichen wird stark durch ihre Eltern beeinflusst. Stärker als bislang bekannt”, so das Fazit der Forscher.

Und der Bildungsstand?

Der Einfluss der Eltern auf unser Alk-Verhalten sei entscheidender als unser Geschlecht oder auf welche Schule wir gehen. (Wer aufs Gymnasium geht, hat im späteren Leben nämlich ebenfalls eine höhere Wahrscheinlichkeit zu viel zu trinken als Schüler anderer Schulformen.)

Daher richtet sich ein Appell der Studie ausnahmsweise auch mal an die Eltern und nicht nur an die jungen Menschen. Im Report heißt es: „Eltern müssen sich ihrer Rolle als alkoholspezifische Sozialisationsagenten in stärkerem Maße bewusst werden.”

Über neun Jahre hinweg haben die Forscher anfangs 12–17-Jährige und deren Trinkverhalten beobachtet. Dazu haben sie 1000 Eltern zu deren eigenen Trinkgewohnheiten befragt. Das sind genug Befragte, um die Studie repräsentativ zu machen.

Solltest du dich nun tatsächlich fragen, was noch als „risikoarmes” Trinken gilt: Für Frauen gelten 10–12 Gramm Alk pro Abend als OK, bei Männern sind es 20–24 Gramm Alkohol. Abhängig von deinem Körpergewicht. Das entspricht in etwa einem (Frau) bis maximal zwei (Männer) alkoholischen Getränken. Und klar, nicht jeden Abend trinken!

Quelle: Noizz.de