Unglaublich: Konservative Politiker nutzen das Coronavirus, um Abtreibungen in ihren Staaten zu verbieten. Texas und Ohio haben bereits entsprechende Regelungen in Kraft gesetzt, dabei sind gerade Schwangerschaftsabbrüche zeitkritische Eingriffe.

Der Justizminister des US-Bundesstaates Texas hat Abtreibungen erneut verboten. Grund ist die Empfehlung der Regierung, nur noch "essenzielle" medizinische Eingriffe durchzuführen und alle anderen Termine abzusagen, um die Verbreitung des Coronavirus einzudämmen. Schwangerschaftsabbrüche würden nicht unter diese Kategorie der notwendigen Eingriffe fallen, so Ken Paxton. Bis zum 21. April gelte das Verbot, für viele betroffenen Frauen eine Katastrophe.

Coronavirus-Verbot: Abtreibungen können nicht warten

Schließlich sind Abtreibungen zeitkritisch und können oft nur Tage beziehungsweise Wochen später nicht mehr durchgeführt werden und so das Leben einer Frau komplett verändern. Solange die Gesundheit der Frau auf dem Spiel steht, dürfen die Eingriffe zwar noch durchgeführt werden, ansonsten stehen harte Strafen für Ärzte auf dem Programm. Bis zu 180 Tage hinter Gittern oder eine Geldstrafe von 1.000 US-Dollar drohen laut "BuzzFeed News".

Die betroffenen Mediziner argumentieren ganz klar: Sichere und legale Schwangerschaftsabbrüche sind auch in Zeiten von Covid-19 unabdingbar und ermöglichen es Betroffenen, ihre Lebensplanung, körperliche Unversehrtheit und mentale Gesundheit beizubehalten.

Symbolbild: Immer mehr Frauen müssen gegen Abtreibungsverbote auf die Straße gehen

Auch die Bundesstaaten Ohio und Maryland haben Abtreibungen inmitten der Coronakrise als "nicht essenzielle Gesundheitsservice" eingestuft und zunächst damit verboten.

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Quelle: Noizz.de