Auffangpläne, Spenden, gemeinnützige Organisationen und vieles mehr: Staaten der Welt tun derzeit, was sie können, um die verheerenden Folgen der Corona-Krise einzudämmen und in den Griff zu bekommen. Währenddessen werden die Reichen in den USA reicher und reicher und profitieren in beispiellosem Ausmaß von der Katastrophe. Wie kann das sein?

In den USA haben bislang unfassbare 26 Millionen Menschen ihren Job verloren. Das Ausmaß für die individuellen Leben, aber auch für die Wirtschaft des Landes, ist bisher nicht abzuschätzen. Aber was passiert eigentlich am anderen Ende der Nahrungskette? Denn, wen wundert es, es sind nicht gerade die Großverdiener, die sich aktuell reihenweise in der Arbeitslosigkeit wiederfinden.

Corona für die Großverdiener: ein Geldregen

Wie eine Studie von "Inquality.org" berichtet, sind die oberen ein Prozent der Verdiener aka die Superreichen seit Anfang des Jahres um mehr als 300 Milliarden US-Dollar reicher geworden. Oder um es noch genauer zu machen: Im Zeitraum, in dem 22 Millionen Menschen in den USA ihren Job verloren haben, sind die Milliardäre um 282 Milliarden Dollar reicher geworden. Die acht reichsten Milliarde, unter anderem Amazon-Gründer Jeff Bezos oder Tesla-Gründer Elon Musk, haben je über eine ganze Milliarde mehr in der Tasche. Wie kann das sein?

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Jeff Bezos und seine Freundin Lauren Sanchez bei einem Besuch des Taj Mahal in Indien. Man weiß zu reisen mit über 100 Milliarden Dollar auf dem Konto.

Corona für den Rest der Welt: Existenzkrisen

Corona trifft vor allem die kleinen Unternehmen und Mittelständigen. Das liegt zum Teil daran, dass diese nicht über die großen Geldreserven verfügen, um sich über Wochen und Monate über Wasser zu halten. Das liegt aber auch daran, dass die großen Konzerne richtig satt Knete vom Staat bekommen, weil sie für die Wirtschaft so wichtig sind. In Deutschland dürfen seit Kurzem wieder Autohäuser öffnen. Aber wer braucht jetzt ein Auto? Und welcher Autokonzern hat ernsthaft Existenzschwierigkeiten? Richtig. Aber wer so viel Geld macht, wie in Deutschland die Autoindustrie, der ist für den Staat eben unentbehrlich.

"Inequality.org" ist eine Seite, die vom US-amerikanischen Politik-Professoren Chuck Collins geführt wird. Damit die Coronakrise nicht darin endet, dass sich die globale Ungleichheit zwischen Reich und Arm noch weiter ausbreitet, schlagen er und sein Team einige Maßnahmen vor, die genau das verhindern sollen. Dazu zählen zum Beispiel eine Notfall-Millionärs-Steuer von zehn Prozent, die Einrichtung eines Pandemie-Komitees mit unbegrenzter finanzieller Übersicht, oder eine generelle Luxus-Steuer.

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Quelle: Noizz.de