Es geht um Drohungen, Manipulation und Lügen des US-Präsidenten...

Am 9. Mai wurde der frühere FBI-Direktor fristlos entlassen – und zwar von Donald Trump. Comey hatte in der Russland-Affäre im Walhkampf ermittelt.

Laut Geheimdiensten hat Russland versucht, den Präsidentschaftswahlkampf zu beeinflussen – zum Vorteil von Trump.

Am Donnerstag soll nun eine offizielle Anhörung des ehemaligen FBI-Direktors stattfinden. Bei seinen Aussagen steht er unter Eid, die Vorwürfe könnten einen erheblichen Einfluss auf die weitere Präsidentschaft von Trump haben.

Am Mittwoch gab es schonmal einen kleinen Vorgeschmack: Der Geheimdienstausschuss des US-Senats veröffentlichte vorab ein sieben-Seiten-langes Statement von Comey.

In dem Papier macht er dem US-Präsidenten schwere Vorwürfe. Es geht um Lügen, Manipulation und Drohungen. Hier sind die wichtigsten Punkte:

Der Ex-FBI-Chef James Comey Foto: Carolyn Kaster / dpa picture alliance

27. Januar:

Bei einem Dinner wird Comey von Trump gefragt, ob der sich auf ihn „verlassen” könne.

Comey erwiderte: „Ich sagte, dass ich auf keiner Seite stehen würde und man nicht im traditionellen politischen Sinne auf mich zählen könne.”

Damit war der US-Präsident offenbar nicht zufrieden, er antwortete: „Ich brauche Loyalität, ich erwarte Loyalität.”

14. Februar:

Nach einem Treffen im Weißen Haus mit anderen hochrangigen Personen wollte Trump noch einmal alleine mit Comey sprechen. Diesmal ging es um Mike Flynn, dieser gilt als Schlüsselfigur im Russland-Skandal.

So soll Trump gesagt haben: „Ich hoffe, Sie sehen einen Weg, das fallen zu lassen, von Flynn abzulassen. Er ist ein guter Kerl. Ich hoffe, Sie können das fallenlassen.”

Comey habe auch dem FBI von diesem Gespräch erzählt und gesagt, dass er in Zukunft nicht mehr alleine mit Trump sprechen wolle.

30. März:

Am Morgen des 30. März rief der Präsident Comey an. Er beklagt sich, dass die Russland-Ermittlungen wie „eine Wolke” über seiner Präsidentschaft schweben und ihn am Regieren hindern.

Trump habe versichert, dass er nichts mit Russland zu tun habe und gefragt, was man tun könne, damit sich „die Wolke” lichte.

Stattdessen solle lieber gegen seine Mitarbeiter ermittelt und öffentlich erklärt werden, dass das FBI ihm nichts vorwirft.

Auch Trump äußerte sich schon zu den Anschuldigungen. Sein Anwalt Marc Kasowitz erklärte am Mittwochabend:

„Der Präsident fühlt sich vollkommen bestätigt. Er ist entschlossen, seine Agenda voranzutreiben.”

Es scheint, als nehme er die Vorwürfe gar nicht ernst und ignoriere die Anschuldigungen schlicht.

Quelle: Noizz.de