Die Familie Rammo macht in Berlin, was sie will – das legt der 10-minütige Clip nahe, den "Spiegel TV" jetzt auf YouTube veröffentlicht hat. Er ist Teil der großen Doku "Die Macht der Clans", die dieser Tage als Video und Buch erschienen ist.

"Knast macht Männer", dieses Zitat einer 17-fachen Mutter des Rammo-Clans steht am Anfang des YouTube-Videos über die arabisch-stämmige Familie, die vor allem in Berlin ihr – man kann es nicht anders sagen – Unwesen treibt.

Beerdigung des erschossenen Clan-Mitglieds Nidal R.

Im vierten und letzten Teil ihrer Doku "Die Macht der Clans" nehmen die zwei "Spiegel TV"-Autoren Thomas Heise und Claas Meyer-Heue uns mit in die Welt jener Großfamilie, die für einen der spektakulärsten Diebstähle der vergangenen Jahrzehnte verantwortlich ist: dem Raub der 100-Kilo-Goldmünze aus dem Berliner Bode-Museum.

Aber auch das Ausrauben und anschließende In-die-Luft-sprengen einer Berlin-Mariendorfer Sparkasse geht auf ihr Konto. Und wahrscheinlich sind sie auch verantwortlich für den Einbruch in das Grüne Gewölbe in Dresden.

Heise und Meyer-Heue recherchieren schon seit 2003 im Clan-Milieu und haben ihre Ergebnisse jetzt sowohl in einem 45-minütigem Video auf "Spiegel TV" als auch als Buch bei der Deutschen Verlags-Anstalt veröffentlicht. Peu à peu haben sie die Video-Doku auch bei YouTube hochgeladen – zuletzt das Rammo-Kapitel.

So herrscht der Rammo-Clan über Berlin

Es beginnt mit Bildern von der Beerdigung einer Rammo-Mutter, die 16 Kinder geboren hat. Mit Enkeln und Urenkeln hatte sie fast 100 Nachkommen, darunter auch Clan-Boss Issa und sein Bruder Rammo – letzterer eine Zeit lang Manager von Rapper Massiv. Einer der jüngeren Rammos, Bilal, spuckt bei der Gelegenheit vor laufender Kamera einer Journalistin ins Gesicht.

>> Drogen, Rap, Schutzgeld: Die neue ARD-Doku über Araber-Clans

LKA-Fahnder*innen nennen die Rammos eine "Einbrecher-Familie". Eindrucksvoll ist die Kamerafahrt über den opulenten Stammbaum des Clans, den die Berliner Polizei erarbeitet hat und der eine ganze Wand bedeckt. Er reicht bis ins Jahr 1873 zurück. Die meisten Kernfamilien leben in Berlin (Neukölln, Spandau ...), ein Zweig aber auch in Bremen. Insgesamt zählt der Clan mehr als 500 Mitglieder.

Die Doku-Macher nennen die Rammos den gefährlichsten Clan Berlins.

Am Ende der zehn Minuten hat man nicht das Gefühl, dass die Stadt eine Chance gegen die Großfamilie hat. Im Gegenteil. Man fragt sich: Wie soll man diese Kriminelle noch aufhalten? Sie scheinen dem Staat immer einen Schritt voraus zu sein.

An dieser Stelle findest du Inhalte aus YouTube
Um mit Inhalten aus YouTube und anderen sozialen Netzwerken zu interagieren oder diese darzustellen, brauchen wir deine Zustimmung.

Übrigens: Das ARD-Kulturmagazin "ttt" hat die beiden Autoren zu ihren Recherchen interviewt:

An dieser Stelle findest du Inhalte aus YouTube
Um mit Inhalten aus YouTube und anderen sozialen Netzwerken zu interagieren oder diese darzustellen, brauchen wir deine Zustimmung.

Und hier sind die ersten drei Teile der "Spiegel TV"-Doku "Die Macht der Clans":

An dieser Stelle findest du Inhalte aus YouTube
Um mit Inhalten aus YouTube und anderen sozialen Netzwerken zu interagieren oder diese darzustellen, brauchen wir deine Zustimmung.
An dieser Stelle findest du Inhalte aus YouTube
Um mit Inhalten aus YouTube und anderen sozialen Netzwerken zu interagieren oder diese darzustellen, brauchen wir deine Zustimmung.
An dieser Stelle findest du Inhalte aus YouTube
Um mit Inhalten aus YouTube und anderen sozialen Netzwerken zu interagieren oder diese darzustellen, brauchen wir deine Zustimmung.

ml

  • Quelle:
  • Noizz.de