TikTok erregt immer wieder wegen abstruser Challenges große Aufmerksamkeit. Mit "Check Your Privilege" scheint die Video-App dieses Mal aber einen sinnvollen Trend gesetzt zu haben: Im Zuge der weltweiten Proteste gegen Rassismus macht sie vielen Usern deutlich, wie privilegiert sie sind.

"Check Your Privilege": Der Ausdruck hat sich in den vergangenen Jahren etabliert und wird vor allem online immer wieder in Zusammenhang mit sozialer Gerechtigkeit gebracht. Es geht darum, das Leben und den Körper, in den man hineingeboren wurde, wertzuschätzen. Peggy McIntosh hat 1998 in dem Artikel "White Privilege" erklärt, welche Menschen gewisse Vorzüge haben. Nach ihr gelten alte, weiße Männer als besonders privilegiert, da sie fast gar nicht unter Rassismus und Sexismus leiden. "Check Your Privilege" hat gerade im Zuge der landesweiten Proteste gegen Rassismus in den USA – die durch die Ermordung von George Floyd in Polizeigewahrsam am 25. Mai ausgelöst wurde – an Bedeutung gewonnen.

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Kenya hat auf TikTok die "Check Your Privilege"-Challenge ins Leben gerufen

Das Problem: Viele Menschen sind sich ihrer Privilegien nicht bewusst. Eine Challenge auf TikTok soll nun dabei helfen. Sie wurde von Kenya (@boss_bigmamma) ins Leben gerufen. "Ich wollte, dass Menschen verstehen, was für eine Position sie in der Gesellschaft haben – und helfen, wenn sie privilegierter sind als andere", sagt sie gegenüber "Bustle".

Die Challenge funktioniert dabei wie folgt: Du musst all deine Finger in die Höhe halten. Nach und nach fordert dich eine Frauenstimme auf, einen Finger runterzunehmen, wenn du schon bestimmte Situationen erlebt hast: Wenn jemand die Straßenseite gewechselt hat, um dich zu vermeiden – oder dir jemand in einem Geschäft gesagt hat, dass du dir etwas darin nicht leisten kannst. Am Ende heißt es: Sind noch Finger übrig? Das ist ein Privileg! Bedeutet: Solltest du nur zu Teilen oder gar nicht von solchen rassistischen Verhaltensweisen betroffen sein, bist du privilegiert.

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In vielen Videos sind Paare oder Familienmitglieder nebeneinander zu sehen. Sie zeigen anhand der Anzahl ihrer Finger, wie sehr sich ihre Lebenserfahrungen unterscheiden.

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  • Quelle:
  • Noizz.de