Die Linke will, dass ihr legal kiffen dürft!

Die Debatte über die Cannabis-Legalisierung geht weiter: Nachdem der Bund deutscher Kriminalbeamter (BDK) in der BILD-Zeitung ein Ende des Cannabis-Verbots gefordert hat (NOIZZ berichtete), zieht jetzt die Linke nach: Die Partei will durch eine Initiative im Bundestag über Fraktionsgrenzen hinweg eine Legalisierung erreichen.

„Ziel muss es sein, die Kriminalisierung der Konsumenten zu beenden, die Verbreitung von Cannabis zu kontrollieren sowie den Gesundheits- und Jugendschutz in der Bevölkerung zu verbessern“, sagte der Parlamentarische Geschäftsführer Jan Korte der Deutschen Presse-Agentur.

Korte sagte, der BDK habe völlig Recht: „Der Kampf gegen den Cannabiskonsum durch Repression ist gescheitert.“ Konsumenten bräuchten Aufklärung.

„Noch vor Zustandekommen der GroKo sollte deshalb versucht werden, die vorhandene parlamentarische Mehrheit zur Entkriminalisierung zu nutzen“, sagte Korte am Dienstag.

Er kündigte einen Vorschlag an die anderen Fraktionen für einen gemeinsamen Antrag an. Legalisiert werden solle der Besitz von geringen Mengen Cannabis zum Eigengebrauch. Portugal, Uruguay und andere Länder hätten dies bereits getan.

Korte forderte zudem die amtierende Drogenbeauftragte Marlene Mortler abzusetzen. Korte begründete das mit „rückwärtsgewandter Drogenpolitik“ der CSU-Politikerin. Mortler hatte eine Legalisierung von Cannabis strikt abgelehnt: „Ich werden nicht tatenlos dabei zuschauen, wie Jugendliche im wahrsten Sinne des Wortes ihre Zukunftsperspektiven verkiffen“, sagte Mortler der WELT.

Auch die FDP kritisierte die Drogenbeauftragte. Neue Wege seien notwendig, sagte der suchtpolitische Sprecher der FDP-Fraktion, Wieland Schinnenburg. Die FDP fordere eine kontrollierte Abgabe von Cannabis an Volljährige.

[Text: zusammen mit dpa]

Quelle: Noizz.de