Denk lieber nochmal nach, bevor du dein Handy zückst.

Ja, wir lieben es, unsere besten Momente bei Instagram zu teilen. Und ja, manche Schnappschüsse sind vielleicht ein bisschen zu privat ...

Aber wie sieht es mit dem eigenen Wahlzettel aus – darf man den fotografieren? Schließlich gibt es ja das Wahlgeheimnis.

In der Bundeswahlordnung steht nämlich wortwörtlich: „In der Wahlkabine darf nicht fotografiert oder gefilmt werden.“ Wer dabei ertappt wird, kann sogar strafrechtlich verfolgt werden!

Wenn die Wahlhelfer mitbekommen, dass du ein Foto in der Wahlkabine schießt, müssen sie deinen Wahlzettel einkassieren und vernichten. Du bekommst dann einen neunen Zettel und musst die Wahl wiederholen.

„Wenn nachträglich herauskommt, dass man in der Kabine fotografiert hat, kann ein strafrechtliches Verfahren eingeleitet werden. Das kann mit einer Freiheitsstrafe von bis zu zwei Jahren oder mit einer Geldstrafe bestraft werden“, sagt eine Mitarbeiterin des Bundeswahlleiters zu NOIZZ.

Das gilt aber nur, wenn der abfotografierte Wahlzettel schon angekreuzt ist. Ein Foto vom leeren Wahlzettel verletzt das Wahgeheimnis nicht.

Das Selfie-Verbot gilt im übrigen auch bei der Briefwahl.

Quelle: Noizz.de