Das sind ganz neue Töne!

Bis jetzt hat sich Angela Merkel immer gegen die Ehe für alle ausgesprochen. Oder rumgeeiert, wenn es um die Gleichstellung von Homosexuellen geht, wie bei diesem Auftritt von 2013:

Vom klaren Nein zur Homo-Ehe ist Merkel jetzt abgerückt – zumindest teilweise. Die CDU-Vorsitzende stellte bei einer Veranstaltung am Montagabend in Aussicht, eine künftige Entscheidung über die Ehe für alle zu einer „Gewissensentscheidung“ zu machen. Das heißt: Wenn im Bundestag darüber abgestimmt wird, ob Homosexuelle heiraten dürfen, sollen die CDU-Abgeordneten keiner vorgegebenen Parteilinie folgen, sondern selbst entscheiden.

Grüne, Linke, FDP und SPD hatten in den vergangenen Wochen die Öffnung der Ehe auch für homosexuelle Paare ausdrücklich zu ihren Wahlkampf-Forderungen gemacht.

Bei der Veranstaltung der Zeitschrift „Brigitte“ sagte Merkel, sie nehme dies „zur Kenntnis“. Sie sei aber „ein bisschen bekümmert“, dass dieses Thema nun Gegenstand von „Parteitagsbeschlüssen und plakativen Dingen“ sei. Sie selbst und viele andere in der CDU würden sich „viele Gedanken“ über diese Frage machen, sagte Merkel weiter.

Regenbogen-Familien

Auch in der Frage nach dem Adoptionsrecht scheint sich Merkel seit 2013 bewegt zu haben: Damals hatte sie – siehe Video – gesagt: „Ich bin unsicher, was das Kindeswohl anbelangt.“ Am Montagabend erzählte sie dagegen von einem lesbischen Paar in ihrem Wahlkreis, das acht Pflegekinder betreue. Wenn der Staat einem homosexuellen Paar Kinder zur Pflege gebe, „kann ich nicht mehr ganz so einfach mit der Frage des Kindeswohls argumentieren“, räumte Merkel ein. „Das sind Dinge, die mich sehr beschäftigen.“

Quelle: Noizz.de