Eine absurde Begründung ...

In Südostasien wollen muslimische Organisationen, dass Menschen gegen Starbucks protestieren und nicht mehr dort kaufen. Der Grund: Die Kette aus Amerika unterstützt die „Ehe für alle”.

Vor einer Woche trendete #BoikotStarbucks auf Twitter in Indonesien. Auf dem Kurznachrichtendienst fanden sich Botschaften wie „Bewahre Indonesien vor LGBT”. In dem Land gibt es weltweit die meisten Muslime. Am Wochenende schlossen sich auch Gruppen aus Malaysia an, wie das „Handelsblatt” berichtet.

In letzter Zeit konnten vor allem in diesen beiden Ländern die konservativen Religionsvertreter an Macht gewinnen.

Größter Starbucks-Gegner ist momentan Anwar Abbas. Der 62-Jährige ist unter anderem Generalsekretär der indonesischen Religionsbehörde „MUI” und ruft zum Boykott von Starbucks auf:

Durch die Unterstützung der „Ehe für alle” würde das Unternehmen den „kulturellen und religiösen Kern” von Indonesien angreifen.

Abbas fordert, dass die Regierung die Betriebslizenz von Starbucks einziehen soll wie „Daily Mail” schreibt.

Sein Kollege Yunahar Ilyas, der ebenfalls bei „MUI” arbeitet, geht sogar noch weiter: Wer wie Starbucks die gleichgeschlechtliche Ehe unterstützt, begeht eine „Form der Menschenrechtsverletzung”. Denn dadurch sei das Weiterbestehen der Menschen gefährdet.

Quelle: Noizz.de