Der Mord an dem Schwarzen US-Amerikaner George Floyd durch den weißen Polizisten Derek Chauvin hat weltweite Proteste ausgelöst. Wie du dich jetzt ganz einfach gegen rassistische Polizeigewalt und systematischen Rassismus stark machen kannst, haben wir hier für dich aufgeschrieben.

#1 Informiere dich

Wenn du dich noch nicht mit der Thematik auskennst, dann informiere dich über systematischen Rassismus und das Justizsystem in den USA und in deinem Land. Das geht entweder über Bücher, Webseiten von aktivistischen Gruppierungen wie #BlackLivesMatter oder mit Dokumentationen über das Thema. Systematische Diskriminierung von Black People of Color hat in den USA eine lange Geschichte, die man kennen sollte, um die aktuellen Entwicklungen zu verstehen.

>> Wie Rassismus und Polizeigewalt Schwarzen Menschen in den USA wortwörtlich die Luft abschneiden

#2 Verstehe deine Privilegien und erkenne sie an

Die meisten von uns haben Privilegien, die durch eine systematisch rassistische Gesellschaft bedingt sind. Musstest du dir zum Beispiel noch nie Gedanken machen, dass du einen Job wegen deiner Hautfarbe nicht bekommen hast? Oder sind Menschen, die aussehen wie du, in jeder Serie ganz selbstverständlich positiv repräsentiert? All das sind Privilegien, die du hast, weil andere Menschen sie nicht haben. Es ist wichtig, anzuerkennen, dass man selbst von Rassismus profitiert, wenn man ihn nicht aktiv betreibt. Eine Checkliste der Akademikerin Peggy McIntosh, die das Ganze gut auf den Punkt bringt, findest du hier.

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#3 Trete in Kontakt mit nicht-weißen Freunden

Höre Menschen mit Rassismuserfahrungen zu. Höre dir ihre Angst, ihre Wut und ihre Trauer an und rede mit ihnen ganz offen über deine Privilegien und darüber, welche Unterstützung sie sich jetzt von dir als Freund*in wünschen.

>> Wieso es wehtut, wenn bei weißen Freunden der Aktivismus beim Thema Rassismus aufhört

#4 Betreibe Aufklärungsarbeit on- und offline

Teile deine Informationen mit Familienmitgliedern und Freunden, die sich mit dem Thema bisher noch nicht befasst haben. Hilf ihnen, zu verstehen, wieso es jetzt wichtig ist, BPoC zu unterstützen und sich gegen Rassismus auszusprechen. Erkläre ihnen, was ihre Privilegien sind und wieso auch sie davon profitieren, dass in westlichen Ländern wie den USA, England oder Deutschland systematischer Rassismus nicht-weiße Bürger*innen benachteiligt.

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#5 Gehe zu Protesten

Don't just talk, show up. In vielen Städten weltweit gibt es in den nächsten Tagen Proteste des #BlackLivesMatter-Movements. Jede*r ist willkommen, der sich friedlich und solidarisch gegen Rassismus und Polizeigewalt an Schwarzen und PoCs starkmachen will. In Berlin gibt es beispielsweise am 6. Juni eine Demo um 14:00 Uhr am Potsdamer Platz.

#6 Spende Geld

Vielleicht wirkt es im ersten Moment nicht so glasklar wie in anderen Situationen, aber wenn du das Geld übrig hast, selbst wenn es nur der Betrag einer Club Mate und einer Tiefkühlpizza ist, dann spende an gemeinnützige Organisationen. Der Minnesota Freedom Fund nutzt Spenden beispielsweise dafür, Protestierende, die von der Polizei verhaftet wurden, aus dem Gefängnis zu holen. Auch Spenden an NGOs, die benachteiligte Gruppierungen von Schwarzen, wie Obdachlosen, alleinerziehenden Mütter oder trans* Teenagern, unterstützen, sind immer eine gute Idee.

Proteste in Chicago

#7 Organisiere Demonstrationen

In deiner Stadt gibt es noch keine Proteste, die Solidarität mit den Opfern von systematischem Rassismus und rassistischer Gewalt durch Autoritäten wie der Polizei zeigen? Kein Problem, schließe dich mit Freunden und örtlichen Gruppen zusammen und organisiere einen Protest. Corona-Regeln dabei nicht vergessen – und die Demo sollte natürlich angemeldet sein.

#8 Boykottiere rassistische Medien, Unternehmen und Institutionen

Höre auf, alle zu unterstützen, die sich nicht dem Kampf gegen Rassismus anschließen und nutze deine Kaufkraft um (Schwarze) Medien und Unternehmen zu unterstützen, die die richtigen Werte vertreten. Supporte PoC-Aktivist*innen on- und offline und hilf ihnen, ihre Message zu verbreiten.

  • Quelle:
  • Noizz.de