Die weltweiten Demonstrationen seit dem Mord an George Floyd reißen nicht ab. Am Wochenende gingen Tausende Menschen in vielen Städten von Berlin bis Los Angeles auf die Straßen, um gegen systematischen Rassismus und Polizeigewalt zu protestieren. Auch im englischen Bristol machten Bewohner*innen ihrem Ärger Luft und stürzten eine Statue im Hafen.

Die Wut der Menschen in Bristol ist auf dem Video, das gerade viral geht, förmlich zu spüren. Demonstrant*innen stürzen darin eine Statue im Hafen der südenglischen Stadt. Sie zeigt Edward Colston, einen Sklavenhändler aus dem 17. Jahrhundert. Er soll beim atlantischen Sklavenhandel durch die Royal African Company an der Verschleppung von bis zu 84.000 Menschen beteiligt worden sein – 19.000 davon seien schon bei der Überfahrt nach Amerika und in die Karibik verstorben.

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1895 wurde ihm eine Statue im Hafen seiner Heimatstadt Bristol errichtet, die Protestierende am Wochenende stürzten und im Wasser versenkten. Eine starke symbolische Geste für alle afrikanischen Sklav*innen, die während des Transportes verstorben oder ertrunken sind.

#BlackLivesMatter: Demonstrant*innen stürzen Sklavenhändler-Statue und werfen sie ins Meer

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Der 71-jährige Demonstrant John McAllister, der an der Aktion beteiligt war, erklärt laut "The Independent", wieso diese Aktion längst überfällig war: "Auf der Statue steht 'von den Bürgern von Bristol als Denkmal für einen der tugendhaftesten und weisesten Söhne dieser Stadt errichtet'. Der Mann war ein Sklavenhändler. Er war großzügig gegenüber Bristol, aber auf dem Rücken der Sklaverei und es ist absolut verabscheuungswürdig. Das ist eine Beleidigung für die Menschen in Bristol."

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In der Stadt im Süden Englands sind auch Schulen, Konzerthallen und andere öffentliche Gebäude nach Edward Colston benannt. Das wird sich aber hoffentlicht bald ändern.

  • Quelle:
  • Noizz.de