Das eurozentrische Weltbild, das weiße Europäer*innen als Dreh- und Angelpunkt der ganzen Welt sieht, ist überall zu finden. Auch im Christentum. Dafür muss man sich nur mal Bildnisse von Jesus anschauen – denn die sind für den Aktivisten Shaun King reinste Propaganda. Der BLM-Supporter fordert jetzt, weiße Jesusstatuen und andere Darstellungen zu zerstören.

Bei Twitter teilte der Autor und Aktivist Shaun King ein Bild von Jesus, das 2002 in dem Magazin "Popular Mechanics" erschien. Dabei handelt es sich um eine animierte Darstellung des Mannes aus Jerusalem – nach damaligen Erkenntnissen über ihn und seine Herkunft. "Experten sagen seit Langem, dass dies womöglich eine akkurate Darstellung von Jesus ist", schrieb King dazu.

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Aktivist Shaun King: Jesus war nicht weiß

Doch dieses Bildnis mit dunkler Haut, dunklen Haaren und dunklen Augen hat eben nichts damit zu tun, wie Jesus meist dargestellt wird – als weißer Mittel- bzw. Südeuropäer. Der Aktivist meint zu wissen, warum: "Weiße Amerikaner, die Hunderte von Jahren in diesem Land Afrikaner gekauft, verkauft, gehandelt, vergewaltigt und zu Tode gearbeitet haben, konnten diesen Mann einfach nicht im Zentrum ihres Glaubens haben."

Die fälschlichen, weißen Bildnisse der christlichen Figur seien daher eine Form der White Supremacy und Propaganda, die zerstört werden müssten. "In der Bibel, als die Familie Jesu sich verstecken und untertauchen wollte, rate mal, wohin sie gingen? ÄGYPTEN! Nicht Dänemark", fügte King hinzu. "Reißt [die Statuen] nieder."

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Quelle: Noizz.de