Früher eine Seuche, heute seit Jahrzehnten kaum noch gesehen: die Pest. Während sich die Länder unserer Welt weiterhin mit dem Kampf gegen das Corona-Virus abmühen, sorgt in China ein neuer Todesfall für Aufsehen – Tod durch Beulenpest.

Die Pest ist eine hochgradig ansteckende Infektionskrankheit, die klassisch durch einen Biss eines infizierten Flos übertragen wird. Eine Tröpfchenübertragung von Mensch zu Mensch ist allerdings auch möglich – wie bei Corona.

Während der "Schwarze Tod" im Mittelalter ganze Städte dahinraffte, tritt er heute nur noch Einzelfällen auf. So wurden in China zwischen 2009 und 2018 26 Pestfälle gemeldet, davon elf tödliche.

Nun sorgt ein neuer Todesfall für Aufmerksamkeit und behördliche Alarmstufe.

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Abbildung eines Rattenflohs, der Hauptüberträger der Pest.

Pest-Ausbruch in China?

In Bayan Nur, einer chinesischen Stadt in der inneren Mongolei, wurde nun der zweite Pesttote innerhalb eines Monats gemeldet. Die Behörden haben Alarmstufe drei ausgerufen, die zweitniedrigste in einem vierschrittigen System, wie "livemint" berichtet.

Das ehemalige Wohngebiet des Toten steht aktuell unter Quarantäne und seine sieben engsten Bezugspersonen befinden sich ebenfalls in isolierter Verwahrung, haben bislang aber keine Symptome gezeigt und erhalten Präventiv-Medizin. Ein Ausbruch der Pest scheint aktuell also unwahrscheinlich.

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Die Pest kann zwar auch heute noch zum Tod führen, trotzdem gibt es mittlerweile sowohl eine Impfung – die allerdings nur für Risikopatient*innen empfohlen wird – als auch Behandlungsmöglichkeiten mit Antibiotika.

tab

Quelle: Noizz.de