Berlins Innensenator Andreas Geisel (SPD) erwartet rund 22.000 Demonstrant*innen in der Hauptstadt am Wochenende – von Verschörungstheoretiker*innen bis Rechtsextremen haben verschiedenste Gruppen Proteste angemeldet.

Allein für die Versammlung am Samstag auf der Straße des 17. Juni rechnet Berlins Innensenator Andreas Geisel (SPD) mit etwa 10.000 Menschen. Das sagt er im RBB-Inforadio am Freitagmorgen. Nach Polizeiangaben will dort die Initiative "Querdenken 711" aus Stuttgart unter dem Motto "Das Ende der Pandemie – Tag der Freiheit" demonstrieren (15.30 bis 22.00 Uhr). Mit Bussen würden die Menschen etwa aus Baden-Württemberg anreisen, sagte Geisel. Bundesweit werde mobilisiert, auch verschiedenste Neonazi-Organisationen hätten zur Teilnahme aufgerufen.

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Er rechne für das Wochenende mit dem Einsatz von insgesamt rund 1500 Polizeibeamten, sagte Geisel weiter. Er sprach von einer "besonderen Herausforderung". Man werde sehen, inwieweit es gelinge, bei derart großen Menschenmengen die Corona-Auflagen wie Abstandsregeln und die Maskenpflicht durchzusetzen. Die Polizei werde angemessen und deeskalierend vorgehen, gegebenenfalls Bußgelder verhängen oder bei Widerstandshandlungen auch Menschen die Freiheit entziehen.

Symbolbild: Polizei

Kein Akt der Freiheit

Der Innensenator kritisierte das Anliegen des Protests auf der Straße des 17. Juni. Es sei kein Akt der Freiheit, sich und andere in einer Pandemie in Gefahr zu bringen, so Geisel. Die Gewerkschaft Verdi sprach zuletzt von einem rechtsextremen Bündnis. Bei der Demonstration würden Einschränkungen der Pressefreiheit und körperliche Übergriffe gegen Journalisten befürchtet, teilte die Gewerkschaft mit.

Die Polizei begleitet nicht nur die größeren Demos, auch etliche kleinere müssten im Blick behalten werden, hatte zuvor bereits eine Polizeisprecherin gesagt. Am Wochenende sind zahlreiche Demonstrationen in Berlin geplant. Hinzu kämen Partys in Parks und Grünanlagen, so die Sprecherin.

[Text zusammen mit: dpa]

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Quelle: Noizz.de