Er hat 3,6 Milliarden Dollar dafür locker machen lassen.

Wie der Spiegel berichtet, werden nun 3,6 Milliarden Dollar, umgerechnet circa 3,3 Milliarden Euro, genutzt, um den Mauerbau zwischen Mexiko und Amerika voranzutreiben. Das Geld sollte eigentlich für andere Zwecke genutzt werden.

Trumps und seine Mauer: Es ist so absurd, dass man am liebsten anfangen möchte zu lachen, wenn das alles nicht so schrecklich traurig wäre. Die Mauer, die Trump seinen Wählerinnen und Wählern während seines Wahlkampfs versprochen hat, war schon damals ein Symbol.

Für Trump-Anhänger ist es ein Zeichen für nationale Sicherheit und Teil dessen, Amerika wieder an erste Stelle zu setzen. Keine bösen Mexikaner mehr im Land, die laut Trump nur für Drogenschmuggel, Prostitution und Vergewaltigungen verantwortlich sind. Fanden viele im konservativen (oder soll man lieber sagen: rassistischen) Lager gut.

Alle anderen sahen darin vor allem einen politischen Kurs der Ausgrenzung und Intoleranz – und vor allem die Gefahr, dass ein solcher Mauerbau erstens landesinterne Probleme nicht einfach so löst. Ist ja jetzt auch nicht so, dass Drogenabhängige plötzlich nicht mehr abhängig sind, nur weil da ein paar Backsteine aufeinander gestapelt werden. Zweitens wird sehr viel Geld verschleudert, dass anderswo vielleicht wichtiger wäre.

Zu Whalkampfzeiten verkündete verkündete Trump noch, dass er die Mexikaner selbst für die etwa 800 km lange Mauer bezahlen lassen würde. Wie genau, verriet er nicht. Aber Trump und seine Jünger nehmen es ja nicht so genau mit den Fakten. Das beweist Trump derzeit wieder: Wie wir berichteten, soll der Amerikanische Präsident seine Mitarbeitenden anweisen, Gesetze zu missachten und aggressiver gegen Landeseigentümer vor Ort vorzugehen.

Und nun werden Gelder hin- und hergeschoben, bis es Trump und seinen Machenschaften in den Kram passt. Mal eben 3,6 Milliarden Dollar (etwa 3,3 Milliarden Euro) hat er dafür anderen Projekten abgezogen. Mit der Knete sollten eigentlich militärische Einrichtungen der USA in Amerika selbst und auch im Ausland renoviert oder neu aufgebaut werden.

Das hat sich dann aber erstmal erledigt. Der Spiegel zitiert Demokratin Nancy Pelosi, die das Vorgehen Trumps aufs Schärfste kritisiert. Es sei nicht nur hart an der rechtlichen Grenze, was Trump sich da erlaube. Aber eben auch eine Gefahr für die innere Sicherheit der USA. Recht hat sie: Das Militär der USA sorgt ja im Prinzip auch dafür, dass Amerika sich verteidigen kann.

Scheint Trump allerdings egal zu sein: Die Sicherheit Amerikas findet dann statt, wenn er das sagt. Für den Wahlkampf 2020, wenn Amerika wieder wählen geht, braucht Trump halt seine Mauer. Da werden alle anderen Prinzipien halt gerne mal vernachlässigt. Zusammengefasst also: Trump malt sich seine Welt einmal mehr, wie sie ihm gefällt.

>> Wenn Trump auf Merkel trifft: 10 Fragen, die wir zu diesem Bild haben

>> Trump will in Alaska den Regenwald abholzen lassen

Quelle: Noizz.de