Annegret Kramp-Karrenbauer äußert sich zum Boykott-Aufruf.

"Ihr habt euch damit keine Freunde gemacht", sagten am Freitag vor der Europawahl über 70 namhafte YouTuber und riefen gemeinsam zum Boykott der CDU/CSU und der SPD auf. Grund: der Umgang der Regierungsparteien mit dem YouTuber Rezo und seinem Video "Die Zerstörung der CDU" (mittlerweile über 12 Millionen Klicks).

Wie viel Verantwortung Rezo und seine YouTube-Freunde dafür tragen, dass Union und SPD das schlechteste Ergebnis seit je einfuhren, ist schwer zu sagen. Zumindest wurde durch die Videos ein Bruch zwischen den Millennials, also den 18- bis 35-Jährigen, und den Regierungsparteien offenbar. Dieser spiegelte sich dann auch im Wahlverhalten der unter 30-Jährigen wieder: Die Union kam auf 13 Prozent, die SPD auf 10 Prozent, die Grünen auf 33 (!) Prozent, die PARTEI auf 8 Prozent. 

>> NOIZZ-Kommentar zur EU-Wahl: Die Regierungsparteien haben die Millennials verloren

Jetzt, einen Tag nach der Wahl, sucht die Union nach Erklärungen für ihr schwaches Abschneiden – und greift nun doch auf jene YouTuber zurück. Aber nicht, um etwa selbstkritisch zu bemängeln, dass man den Kontakt zur jungen Bevölkerung verloren habe, sondern um sich erneut gegen sie in Position zu bringen.

Bei CDU-Chefin Annegret Kramp-Karren klingt das dann so:

"Als diese Nachricht kam, dass sich eine ganze Reihe von YouTubern zusammen geschlossen haben, um einen Aufruf zu starten, Wahlaufruf gegen CDU und SPD. Hab' ich mich gefragt, was wäre eigentlich in diesem Land los, wenn eine Reihe von, sagen wir mal, 70 Zeitungsredaktionen zwei Tage vor der Wahl erklärt hätten: 'Wir machen einen gemeinsamen Aufruf, wählt bitte nicht CDU und SPD.' Das wäre klare Meinungsmache vor der Wahl gewesen.

Und ich glaube, es hätte eine muntere Diskussion in diesem Land ausgelöst. Und die Frage stellt sich schon mit Blick auf das Thema Meinungsmache: Was sind eigentlich Regeln aus dem analogen Bereich und welche Regeln gelten eigentlich für den digitalen Bereich, ja oder nein."

Das sei, so AKK, eine sehr grundlegende Frage, über die man sich unterhalten werden würde – und zwar sehr offensiv.

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Auf Twitter wittern schon die ersten einen Angriff auf die Meinungs- und Pressefreiheit:

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AKKs unmittelbare Reaktion darauf auf Twitter:

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Wir sind gespannt, wie Rezo und "die YouTuber" reagieren werden. Wahrscheinlich nicht, indem sie der CDU/CSU bei der nächsten Wahl die Stimme geben.

ml

Quelle: Noizz.de