Der reichste Mensch der Welt hat nun die "Bezos Earth Fund" gegründet.

Uh, radikale Wende in Sachen Spendenbereitschaft und Klimaschutz bei Jeff Bezos, dem reichsten Mann der Welt. Der 56-Jährige, dessen Vermögen auf um die 130 Milliarden Dollar geschätzt wird, steht schon Jahre in der Kritik, zu wenig für den Umweltschutz zu tun. Auch stete News über seinen unmenschlichen Umgang mit Amazon-MitarbeiterInnen, oder über Retoursendungen, die das Warenhaus zu großen Teilen einfach wegschmeißt, lassen den US-amerikanischen Investor nicht gerade im besten medialen Licht erscheinen.

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Nun will der Amazon-Gründer und Besitzer ganze 10 Milliarden für den Klimaschutz spenden – sagt er. Woher der Sinneswandel?

"Ich bin extrem aufgeregt, euch verkünden zu können, dass ich heute die Bezos Earth Fund in's Leben rufe.

Der Klimawandel ist die größte Bedrohung für unseren Planeten. Ich möchte neben anderen daran arbeiten, bekannte Wege zu nutzen, und neue zu erschließen, diesen verheerenden Einfluss des Klimawandels auf die Erde zu bekämpfen. Meine globale Initiative wird WissenschaftlerInnen, AktivistInnen und NGOs fördern – einfach jeden Versuch, der eine reelle Chance bietet, unsere natürliche Welt zu schützen und zu bewahren. Wir können die Erde retten. Es wird kollektiven Einsatz von großen Unternehmen, kleinen Unternehmen, Nationalstaaten, globalen Organisationen und Individuen erfordern.

Ich investiere zehn Milliarden zum Anfang und werde diesen Sommer mit der Förderung beginnen. Die Erde ist die eine Sache, die wir alle gemeinsam haben – lasst sie uns beschützen, zusammen", so Bezos auf seinem Instagram-Account.

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Das klingt einerseits edel und dringend notwendig. Auf der anderen Seite bedeutet das natürlich auch, dass weiterhin Bezos alleine entscheidet, was mit diesem Geld passiert. Spendet er also zehn Milliarden? Erst mal nicht wirklich. Eher verlagert er zehn Milliarden seines riesigen Vermögens in einen anderen Fond – einen steuerfreien.

Auf der anderen Seite ist seine Organisation auch eine riesige Chance und wenn er es ernst meint, könnte mit dieser gigantischen Summe vielleicht wirklich etwas bewegt werden.

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Quelle: Noizz.de