Bis zu 500 Euro Bußgeld schon beim Besitz von Kleinstmengen.

In der Hauptstadt soll Kiffen und der Besitz von Marihuana richtig teuer werden – zumindest wenn es nach der Berliner AfD geht. Diese findet nämlich, dass das Thema von der aktuell rot-rot-grünen Regierung nicht streng genug gehandhabt würde. Kiffen und der Besitz von Marihuana ist in ganz Deutschland illegal – allerdings kann man sich gut mal mit einer kleinen Menge erwischen lassen. Meistens passiert danach wenig. Die Polizei verfolgt diese "kleinen" Fälle jedenfalls nicht besonders ambitioniert.

>> Cannabis im Auftrag des Bundes: Ab 2020 baut diese Firma in Deutschland an – hinter dicken Mauern

Findet die AfD doof: AfD-Innenexperte Karsten Woldeit ist der Meinung, dass hier viel härter durchgegriffen werden muss. Am Kotti kiffen? Im Görli dealen? Geht gar nicht! Woldeit findet, dass eine Straftat halt auch wie dieselbe behandelt werden muss. Er fände es klasse, wenn man mit dieser Angelegenheit verfahren könnte, wie mit Falschparkern: Laut Morgenpost fordert Woldeit, dass das Ordnungsamt prinzipiell Kiffer auf offener Straße anhalten und sie mit einem Bußgeld von bis zu 500 Euro bestrafen kann.

Wir stellen uns direkt zwei Fragen: Welcher arme Ordnungsamtler traut sich ernsthaft, im Görlitzer Park Bußgelder von Kleindealern einzufordern? Und: Wenn die ganzen Kleindealer tatsächlich weg wären – wie sollen wir uns dann denn noch die AfD wegbetäuben?

Für die Bestrebungen der AfD müsste übrigens das Betäubungsmittelgesetz auf Bundesebene geändert und das Ordnungswidrigkeiten-Gesetz novelliert werden. Wäre also insgesamt ein großer Wurf das Ganze. Macht allerdings auch ein bisschen Hoffnung, dass uns das gute alte Gras noch ein bisschen erhalten bleibt – natürlich nur um uns die Ohren zu verstopfen und das Gequäke der AfD nicht hören zu müssen.

>> Drogendealer sollen im Berliner Park "Görli" jetzt in markierten Bereichen stehen

Quelle: Noizz.de