Neue Vorwürfe wegen illegaler Wahlkampfhilfe.

Bei AfD-Chef Jörg Meuthen geht es gerade heiß her. Seit Monaten kochen immer wieder Gerüchte hoch, er und seine Partei hätten sich in der Vergangenheit mit illegalen Hilfsmitteln finanziert. Jetzt droht der umstrittenen populistischen Partei eine Strafzahlung in Höhe von 280.000 Euro. Grund dafür sollen dubiose Wahlkampfhilfen durch ein Schweizer Unternehmen sein.

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Wahlkämpfe kosten Geld – das wissen wir nicht erst seit Donald Trump. Flyer, Plakate, digitale Werbung, Locations für Reden und Veranstaltungen, sowie vieles mehr, bezahlen sich nicht von alleine. Ein guter Wahlkampf hängt also immer auch vom nötigen Kleingeld ab, das die Partei in ihre eigene Sache investieren kann.

Wie es gerade scheint, hat sich der AfD-Parteivorsitzende Jörg Meuthen in seiner Vergangenheit mit gesetzwidrigen Hilfsmitteln der Schweizer PR-Agentur Goal AG zu helfen gewusst. Goal AG ist ein Unternehmen, das für seine Zusammenarbeit mit rechtspopulistischen Parteien in ganz Europa bekannt ist – passt also. Eine offizielle Anklage wurde zwar noch nicht geschrieben, doch hat eine Vorankündigung der Bundestagsverwaltung die AfD jetzt über eine kommende Strafe in Höhe von 280.000 Euro in Kenntnis gesetzt. Die AfD und Meuthen haben nun vier Wochen Zeit, Widerspruch einzulegen.

Doch es ist nicht nur der Parteivorsitzende, der gerade im Visier steht. Für Parteigenosse Guido Reil sieht es ebenfalls schwarz aus: Ihm wird vorgeworfen, seinen Wahlkampf in Nord-Rhein-Westfalen mit satten 100.000 Euros gepimpt zu haben – ebenfalls durch die Goal AG. Und für den Wahlkampf von Fraktionschefin Alice Weidel hat die AfD dem Bundestag wohl eine falsche Spendenliste ausgehändigt – es brodelt an vielen Stellen.

Ende Februar meldete sich die AfD mit einer offiziellen Erklärung, in der es hieß, man arbeite „in allen zu klärenden Fragen der Finanzierung“ kooperativ mit der Bundestagsverwaltung zusammen.

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Quelle: Noizz.de