Bock, dich mal eben in die Zeit VOR dem Mauerfall zurückzuversetzen?

"Irgendwas verändert sich in der DDR. Seit ein paar Wochen hört man von immer mehr Leuten, die in den Westen fliehen", whatsappt mir Kathrin aus Leipzig. Es ist Spätsommer 1989 und nein, ich bin nicht aus Versehen in eine Zeitmaschine gefallen.

Es ist viel einfacher: Die Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) startet heute ihr Messenger-Projekt "Der Mauerfall und ich". Tippst du deine Nummer in ein Formular ein, bekommst du Nachrichten von der fiktiven Leipziger Studentin Kathrin. Darin schildert sie die aktuelle Lage in der DDR. Und die ist zu der Zeit, wie man weiß, alles andere als ruhig: In wenigen Monaten wird die Mauer fallen und bis es so weit ist, gerät das ganze Land in Aufruhr.

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Kathrin schickt dir mehrmals pro Woche Nachrichten per Messenger wie WhatsApp, Telegram oder Notify. Das ist dann nicht nur langweiliger Geschichtsunterricht mit runtergeratterten Daten und Falten, die erzählt dir auch von den Reaktionen ihrer Familie und ihren Freundinnen. Einige von ihnen sind politisch nicht so ganz auf SED-Linie, also gegen die damals regierende Sozialistische Einheitspartei Deutschlands. Weil Teenager in der DDR eben auch nur Teenager waren, erfährst du natürlich auch, welche Musik zu Kathrins Zeit gerade in ist und welche Partys richtig abgehen.

Wer nicht der größte Geschichtsfreak ist und etwas nicht versteht, kann Kathrin auch Fragen stellen, die sie beantwortet. Auf der Website der bpb kannst du dich anmelden.

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Quelle: Noizz.de